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Praxisbeispiel
Arbeitsgestaltung für eine Lageristin

Wo lag die Herausforderung?

Die Frau hat besonders durch das Schulter-Arm-Syndrom immer wieder Schmerzen. Sie kann behinderungsbedingt nur sehr eingeschränkt für den manuellen Lastentransport, besonders bei bestimmten Körperhaltungen eingesetzt werden. Benötigte Fahrzeuge mussten ihren Bedürfnissen entsprechend angepasst werden.

Was wurde gemacht?

Für die Lageristin wurde zum Transport der fahrbaren Untergestelle mit den Stapelbehältern ein elektrisch angetriebener Geh-Zugschlepper angeschafft. Durch das Berühren der Sensorgriffe mit Hand-Erkennung folgt der Geh-Zugschlepper und das mit ihm über seine Anhänger-Kupplung verbundene fahrbare Untergestell ohne großen Kraftaufwand ihren natürlichen Bewegungsabläufen und passt sich ihrer Gehgeschwindigkeit an.

Schlagworte und weitere Informationen

Die Arbeitsplatzgestaltung wurde vom Integrations- bzw. Inklusionsamt gefördert. Die Beratung erfolgte dabei durch den Ingenieur-Fachdienst für behinderungsgerechte Arbeitsgestaltung des Integrations- bzw. Inklusionsamtes - dem sog. Technischen Beratungsdienst.
In REHADAT finden Sie auch die Adressen und Tel.-Nummern der Integrations- bzw. Inklusionsämter.

Arbeitgeber:

Das Unternehmen entwickelt und produziert Befestigungssysteme für das Baugewerbe.

Behinderung und Funktionseinschränkung der Mitarbeiterin:

Die Frau hat eine Wirbelsäulenerkrankung mit einem Schulter-Arm-Syndrom. Die Frau hat besonders durch das Schulter-Arm-Syndrom immer wieder Schmerzen. Sie kann behinderungsbedingt nur sehr eingeschränkt für den manuellen Lastentransport, besonders bei bestimmten Körperhaltungen (z. B. Oberkörper gebeugt oder Arme gehoben), eingesetzt werden. Der GdB (Grad der Behinderung) beträgt 50.

Beruf:

Die Frau arbeitet als angelernte Lageristin und Produktionshelferin in Schichtarbeit beim Arbeitgeber.

Arbeitsplatz und Arbeitsaufgabe:

Die Lageristin ist für den Transport des Nachschubs (Material auf Paletten, in Paketen oder Stapelbehältern) für die 16 Montageautomaten vom Großlager zum Regallager in der Metallmontage zuständig. Dazu nutz sie je nach Art des Lagermediums (Paletten, Pakete oder Stapelbehälter) einen Elektrogabelstapler, einen Elektrogehgabelhubwagen oder fahrbare bzw. schiebbare Untergestelle. Das Schieben der mit bis zu 450 kg schweren Stapelbehältern beladenen fahrbaren Untergestelle konnte behinderungsbedingt so nicht weiter von ihr ausgeführt werden. Für die Lageristin wurde deshalb zum Transport der fahrbaren Untergestelle mit den Stapelbehältern ein elektrisch angetriebener Geh-Zugschlepper angeschafft. Durch das Berühren der Sensorgriffe mit Hand-Erkennung folgt der Geh-Zugschlepper und das mit ihm über seine Anhänger-Kupplung verbundene fahrbare Untergestell ohne großen Kraftaufwand ihren natürlichen Bewegungsabläufen und passt sich ihrer Gehgeschwindigkeit an.
Beim Gehen ist die Berührung nur eines Sensorgriffes und beim Rangieren (z. B. beim Andocken an und Abstellen der fahrbaren Untergestelle am Regallager) die Berührung beider Sensorgriffe zum Transport möglich.

Eingesetzte Hilfsmittel - Anzeigen der Produkte:

ICF-Items

Assessments - Verfahren und Merkmale zur Analyse und Bewertung

  • EFL - Heben (Boden zur Taillenhöhe/Taillen- zur Kopfhöhe/horizontal)
  • EFL - Schweregrad der Arbeit (Last/Herzfrequenz)
  • EFL - Tragen (rechte, linke Hand/vorne)
  • ERGOS - aktuelle tägliche Dauerleistungsfähigkeit (Last/Herzfrequenz)
  • ERGOS - Bücken
  • ERGOS - Reichen
  • ERGOS - statisches/dynamisches Heben
  • ERGOS - Tragen
  • IMBA - Arbeitszeit
  • IMBA - Armbewegungen
  • IMBA - Geneigt/Gebückt
  • IMBA - Heben
  • IMBA - physische Ausdauer (Last/Herz-Lungensystem)
  • IMBA - Rumpfbewegungen (Bücken/Aufrichten)
  • IMBA - Schichtarbeit
  • IMBA - Tragen

Referenznummer:

Pb/110780


Informationsstand: 15.10.2014