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Praxisbeispiel
Gestaltung eines Arbeitsplatzes für eine Altenpflegerin

Wo lag die Herausforderung?

Der Frau wurde der linke Lungenflügel entfernt, weshalb sie körperlich nur gering belastbar ist und sie kann ihr Herz-Kreislauf.System nur bedingt belasten. Um dem entgegen zu wirken, waren entsprechende Hilfsmittel nötig.

Was wurde gemacht?

Damit körperliche Belastungen bei der Arbeit minimiert werden können, wurde ein Patientenlifter und ein WC-Automat angeschafft.

Schlagworte und weitere Informationen

Die behinderungsgerechte Gestaltung wurde von dem Integrationsamt gefördert.
In REHADAT finden Sie auch die Adresse und Tel.-Nr. der Integrationsämter.

Arbeitgeber:

Der Arbeitgeber betreibt ein Altenheim. Die Einrichtungen des Altenheims sind zum Teil veraltet und entsprechen nicht mehr dem Stand der Technik. Einige der Patientenzimmer und Sanitäreinrichtungen wurden zwar modernisiert, aber es wurde nicht mängelfrei bzw. barrierefrei modernisiert.

Behinderung und Funktionseinschränkung der Mitarbeiterin:

Der Frau wurde wegen einer Gewebeveränderung der linke Lungenflügel entfernt. Sie ist behinderungsbedingt körperlich nur gering belastbar und deshalb nur eingeschränkt für muskuläre Arbeiten (z. B. das Tragen und Heben von Lasten), bei denen das Herz-Kreislaufsystem stark beansprucht wird, einsetzbar. Der GdB (Grad der Behinderung) beträgt 100. Ihr Schwerbehindertenausweis enthält das Merkzeichen G.

Beruf:

Die Mitarbeiterin ist seit drei Jahren als Altenpflegerin bei ihrem jetzigen Arbeitgeber beschäftigt.

Arbeitsplatz und Arbeitsaufgabe (Istzustand):

Die Pflegerin hilft den pflegebedürftigen Patienten des Altenwohnheimes, z. B. bei der Körperpflege (beim Baden) und der Toilettennutzung. Das Baden sowie das Umsetzen der Patienten vom Rollstuhl in die Badewanne und auf die Toilette bereitet der Pflegerin große Schwierigkeiten, da sie die Patienten dabei ständig heben, halten und stützen muss.

Arbeitsplatz und Arbeitsaufgabe (Sollzustand):

Die sehr hohe energetische Arbeit (Halte- und Tragarbeit) und die damit verbundene hohe Körperbeanspruchung, lässt sich durch den Einsatz eines Patientenlifters und eines WC-Automaten verringern. Besonders Patienten mit einem hohen Körpergewicht und einer eingeschränkten Beweglichkeit können mit Hilfe des Patientenlifters, der zusätzlich eine elektromotorische Schwenkvorrichtung besitzen sollte, vom Rollstuhl in die Badewanne und auf die Toilette umgesetzt werden. Zum einfacheren Umsetzen der Patienten vom Rollstuhl auf die Stationstoilette kann zusätzlich eine elektrisch höhenverstellbare Toilette eingesetzt werden.

Eingesetzte Hilfsmittel - Anzeigen der Produkte:

ICF-Items

Assessments - Verfahren und Merkmale zur Analyse und Bewertung

  • EFL - Heben (Boden zur Taillenhöhe/Taillen- zur Kopfhöhe/horizontal)
  • EFL - Schweregrad der Arbeit (Last/Herzfrequenz)
  • EFL - Tragen (rechte, linke Hand/vorne)
  • ERGOS - aktuelle tägliche Dauerleistungsfähigkeit (Last/Herzfrequenz)
  • ERGOS - statisches/dynamisches Heben
  • ERGOS - Tragen
  • IMBA - Arbeitszeit
  • IMBA - Heben
  • IMBA - physische Ausdauer (Last/Herz-Lungensystem)
  • IMBA - Tragen

Referenznummer:

R/PB5155


Informationsstand: 21.09.2009