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Praxisbeispiel
Arbeits­platz­gestaltung für eine Pflegekraft in einem Altenheim

Wo lag die Herausforderung?

Die Frau hat eine Rückenerkrankung und eine Herz-Kreislauf-Erkrankung, weshalb sie körperlich nur gering belastbar ist und nicht schwer heben sowie tragen kann. An ihrem Arbeitsplatz mussten entsprechende Anpassungen vorgenommen werden.

Was wurde gemacht?

Zum Heben und Tragen der Patienten wurde für die Pflegerin ein elektrischer Patientenlifter angeschafft.

Schlagworte und weitere Informationen

Die behinderungsgerechte Gestaltung wurde von dem zuständigen Integrationsamt gefördert.
In REHADAT finden Sie auch die Adressen und Telefon-Nummern der Integrationsämter .

Arbeitgeber:

Der Arbeitgeber betreibt u. a. einen Pflegedienst sowie ein Pflege- und Altenheim.

Behinderung und Funktionseinschränkung der Mitarbeiterin:

Die Frau hat eine Rückenerkrankung und eine Herz-Kreislauferkrankung. Sie ist deshalb körperlich nicht stark belastbar. Insbesondere ihre Fähigkeit Lasten zu Heben und zu Tragen ist eingeschränkt. Außerdem sollte sie die Einnahme von Zwangshaltungen (Bücken und Beugen) vermeiden. Der GdB (Grad der Behinderung) beträgt 80.

Ausbildung und Beruf:

Die Frau ist ausgebildete Altenpflegerin.

Arbeitsplatz und Arbeitsaufgabe (Istzustand):

Die Frau arbeitete zunächst im ambulanten Dienst eines Krankenhauses. Behinderungsbedingt konnte sie jedoch die Arbeitsaufgaben dort nicht mehr bewältigen. Sie wurde deshalb an ihren jetzigen Arbeitsplatz in einem Alten- und Pflegeheim versetzt. Dort arbeitet sie als Pflegekraft. Zu ihren Tätigkeiten gehört auch das Waschen der Patienten. Zum Waschen, aber auch zum Anziehen oder Beziehen der Betten usw., müssen die Patienten von den Pflegekräften gehoben, getragen oder gestützt werden. Diese Tätigkeiten können von der Pflegerin nicht mehr ausgeführt werden.

Arbeitsplatz und Arbeitsaufgabe (Sollzustand):

Zum Heben und Tragen der Patienten wurde für die Pflegerin ein elektrischer Patientenlifter angeschafft. Dieser hilft, die bei der Tätigkeit auftretenden Wirbelsäulenbelastungen zu vermeiden.

Eingesetzte Hilfsmittel - Anzeigen der Produkte:

ICF-Items

Assessments - Verfahren und Merkmale zur Analyse und Bewertung

  • EFL - Heben (Boden zur Taillenhöhe/Taillen- zur Kopfhöhe/horizontal)
  • EFL - Schweregrad der Arbeit (Last/Herzfrequenz)
  • EFL - Tragen (rechte, linke Hand/vorne)
  • ERGOS - aktuelle tägliche Dauerleistungsfähigkeit (Last/Herzfrequenz)
  • ERGOS - Bücken
  • ERGOS - statisches/dynamisches Heben
  • ERGOS - Tragen
  • IMBA - Arbeitszeit
  • IMBA - Geneigt/Gebückt
  • IMBA - Heben
  • IMBA - physische Ausdauer (Last/Herz-Lungensystem)
  • IMBA - Rumpfbewegungen (Bücken/Aufrichten)
  • IMBA - Tragen

Referenznummer:

R/PB5088


Informationsstand: 21.09.2009