Inhalt
Icon Literatur
Icon Graue Literatur

Dokumentart(en): Graue Literatur
Gelenkschäden

Bibliographische Angaben

Obertitel:

Berufliche Eingliederung Behinderter

Autor/in:

k. A.

Herausgeber/in:

Bundesanstalt für Arbeit (BA)

Quelle:

Nürnberg: Eigenverlag, 1987

Jahr:

1987

Der Text ist von:
Bundesanstalt für Arbeit (BA)

Den Text gibt es seit:
1987

Inhaltliche Angaben

Abstract:

Das steht in dem Text:

Zu Gelenkschäden kommt es durch Verletzungen, Verschleiß der Gelenkflächen, Gelenkentzündungen (siehe Rheuma), einzelne Stoffwechselerkrankungen (zum Beispiel Gicht) und durch eine besondere Bluterkrankung (Haemophilie). Oft sind mehrere Gelenke und auch die Wirbelsäule betroffen (Wirbelsäulenschäden).

- Die Therapie ist auf die Ursache der Gelenkschäden auszurichten. Ist dies nicht möglich und ist es bereits zur Schädigung des Gelenkes gekommen, dann zielt die Behandlung auf die Beseitigung von statischen Fehlbelastungen, konsequenter Kräftigung der Muskulatur sowie die Schmerzbehandlung mit entsprechenden Medikamenten ab. Hinzu kommen operative, korrigierende und verbessernde Eingriffe bis hin zum totalen Gelenkersatz (siehe auch Bechterew'sche Erkrankung, Rheuma, Wirbelsäulenschäden).

Arbeitsmedizinische Aspekte
Gelenkerkrankungen oberer Gliedmaßen schränken beidhändiges Arbeiten mit großem Kraftaufwand ein. Die Geschicklichkeit kann jedoch noch lange erhalten bleiben. In fortgeschrittenen Stadien sind Fein- und Präzisionsarbeiten, auch Maschineschreiben, manchmal nicht mehr möglich.

- Gelenkschäden der unteren Extremitäten und der Hüftgelenke schränken ständiges Gehen, aber auch Sitzen und Stehen ohne Haltungswechsel ein. Die Arbeitsbedingungen sollten der Schädigung Rechnung tragen, damit ein Dauerarbeitsplatz gefunden werden kann.

- Über die Belastbarkeit, Einschränkungen und Fähigkeiten muss sich der Arbeitsmediziner mit dem behandelnden Arzt und dem Betroffenen abstimmen.

- Auf der anderen Seite sind die Anforderungen der Arbeit (Arbeitsplatzbeschreibung und Anforderungsanalyse) zu klären. Aus der Gegenüberstellung von Fähigkeits- und Anforderungsprofilen ergeben sich die individuellen Hilfsmittel genauso wie die technischen Hilfen am Arbeitsplatz.

Ist eine Lösung über diesen Weg nicht möglich, können ein Arbeitsplatzwechsel oder Maßnahmen gezielter beruflicher Rehabilitation innerbetrieblich oder in einer entsprechenden Einrichtung erforderlich werden. Technische Hilfen und organisatorische Hinweise Technische Hilfen sollen die körperliche Belastung abbauen zum Beispiel durch Transporthilfen, Hubtische etc. Dazu gehört auch die Verbesserung der Zuführung und Wegführung der Arbeitsmaterialien. Für Schreibtischberufe ist die Ausstattun g des Arbeitsplatzes mit Schreibhilfen, Spezialtastaturen, zusätzlichen elektronischen Geräten, Telefonspeicheranlagen etc. möglich.

- Technische Beratung und Finanzierung von Arbeitshilfen und Arbeitsgestaltung führen die Arbeitsämter und/ oder die Hauptfürsorgestelle durch.

- Grundsätzliche Regelungen der Vorgehensweise im Betrieb erleichtern die Eingliederung.

- Selbstverständlich müssen bei Einsatz aller technischen Hilfen und Arbeitsumgestaltungen ergonomische und sicherheitstechnische Regeln beachtet werden.

Wo bekommen Sie den Text?

Bundesagentur für Arbeit (BA)
https://www.arbeitsagentur.de/veroeffentlichungen/veroeffent...

Weitere Informationen zur Veröffentlichung

Bundesagentur für Arbeit (BA)
https://www.arbeitsagentur.de/veroeffentlichungen/veroeffent...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.

Referenznummer:

VT0011

Informationsstand: 18.03.2004