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Dokumentart(en): Zeitschriftenbeitrag
Barrierefreie Bad- und Küchengestaltung

Bibliographische Angaben

Autor/in:

Jocham, Ulrike

Herausgeber/in:

Bundesverband für körper- und mehrfachbehinderte Menschen e.V. (bvkm)

Quelle:

Das Band, 2007, 37. Jahrgang (Heft 4), Seite 10-12, Düsseldorf: Eigenverlag, ISSN: 0170-902X

Jahr:

2007

Der Text ist von:
Jocham, Ulrike

Der Text steht in der Zeitschrift:
Das Band, 37. Jahrgang (Heft 4), Seite 10-12

Den Text gibt es seit:
2007

Inhaltliche Angaben

Abstract:

Das steht in dem Text:

Barrierefreiheit in Sanitärräumen eröffnet interessante Gestaltungsvarianten, die überhaupt nicht mehr nach Rehabilitation und Klinik aussehen müssen. Doch bei der Planung und Ausführung sollten einige wichtige Punkte beachtet werden.

Grundrissgestaltung
Der Duschplatz sowie der Platz vor dem WC und dem Waschtisch erfordern eine Bewegungsfläche von mindestens 120/120 Zentimeter. Die Türbreite muss mindestens 80 Zentimeter betragen. Die Türen dürfen beim Öffnen nicht in das Bad schlagen, um im Notfall keine Blockaden auszulösen.

Die Dusche
Bodengleiche Duschen bieten enorme Vorteile. Um das Duschen zu erleichtern gibt es verschiedene Duschsitze und Klappsitze an der Wand. Die Armatur sollte 50 Zentimeter außerhalb der Ecke auf einer Höhe von 85 Zentimetern angebracht werden. Es sollte genügend Platz für den weiteren Einbau einer Badewanne zur Verfügung stehen. Diese muss mit einem Lifter unterfahrbar sein.

Waschbecken
Zusätzlich unterfahrbare Waschtische in einer Höhe von 82 und 85 Zentimetern sind vorgeschrieben. Um die Beinfreiheit zu garantieren, sollte das Waschbecken nicht höher als 18 Zentimeter sein. Tiefer gezogene Spiegel oder Kippspiegel sorgen für frei Sicht auch kleiner oder sitzender Personen

Die Toilette
Für Rollstühle wird an einer Seite ein Platzbedarf von 95 Zentimetern, auf der anderen Seite 30 Zentimetern, gefordert. Das Klosettbecken benötigt eine Tiefe von 70 Zentimetern (sonst 60). Direkt in den Haltegriff integrierte WC-Rollen-Halter und Spülknopf sorgen für Erleichterung. Für die Höhenanpassung gibt es verschiedene Toilettensitzerhöhungen oder verstellbare WC-Becken per Knopfdruck.

Die Grundrissgestaltung
Die Größen der Bewegungsflächen, für Menschen im Rollstuhl zum Fortbewegen und Rangieren in der Küche, entsprechen den Anforderungen des Bades.

Die Arbeitsflächen
Unter dem Herd, der Arbeitsplatte und der Spüle sollte Platz sein, um in sitzender Position das Kochen, Spülen und Arbeiten zu ermöglichen. Die Arbeitsplatte kann in einer passenden Höhe, zwischen zirka 73 und 82 Zentimeter, fest angebracht werden. Auch höhenverstellbare Arbeitsplatten, zur Nutzung von stehenden und sitzenden Personen, wären denkbar. Den Stauraumverlust durch die Unterfahrbarkeit gleichen praktische Rollcontainer aus.

Die Oberschränke
Bis zu einer Höhe von 140 Zentimetern können in sitzender Position Gegenstände aus Oberschränken erreicht werden. Auch hier ist es möglich den Oberschrank fest an der Wand anzubringen oder sich für eine höhenverstellbare Lösung zu entscheiden. Neben den barrierefreien Küchen auf dem Markt können Schreiner genau passende Küchen individuell anfertigen.

Die Küchengeräte
Weiter oben eingebaute Backöfen, Kühlschränke und Spülmaschinen in zuvorkommender Greifhöhe sind komfortabler. Seitliches Öffnen des Backofens und eine ausziehbare Arbeitsplatte direkt unter dem Backofen sorgen für Erleichterung. Induktionskochfelder minimieren mit ihrer neuen Technik das Verletzungsrisiko.

Wo bekommen Sie den Text?

Das Band
https://bvkm.de/ueber-uns/unsere-magazine/

Weitere Informationen zur Veröffentlichung

Referenznummer:

R/ZS0071/6291

Informationsstand: 27.09.2007