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Angaben zum Urteil

Kostenübernahme einer Braillezeile

Gericht:

SG Leipzig


Aktenzeichen:

S 13 KR 92/01


Urteil vom:

22.04.2004



Leitsatz:

I. Die Bescheide der Beklagten vom 13.09.2000 und 13.10.2000 in der Gestalt des Widerspruchsbescheids vom 10.04.2001 werden aufgehoben und die Beklagte verurteilt, das Lesegerät des Klägers mit einer Braillezeile aufzurüsten.

Das SG Leipzig hat, trotz des technischen Fortschritts im Vergleich zu den Lese-Sprechgeräten, deren Standard der Entscheidung des BSG vom 16.04.1998 zu Grunde gelegen hat, den Anspruch auf die ergänzende Ausstattung eines Lese-Sprechgerätes mit einer Braillezeile anerkannt. Es hat seine Entscheidung vor allem damit begründet, dass mit Hilfe einer Braillezeile bei mehrspaltigen Texten in Zeitschriften die zusammengehörenden Spalten viel zielgerichteter aufgefunden werden können. Der Aufwand, mit einer Sprachausgabe Magazine zu lesen, die aus ein- und mehrspaltigem Text bestehen und sich über mehrere Seiten erstrecken, sei unzumutbar. Außerdem können Tabellen, wie sie vor allem in Rechnungen und Kontoauszügen vorkommen, leichter erfasst werden.


Quelle:

DVBS


Referenznummer:

R/R5025


Weitere Informationen

Themen:
  • Computerhilfsmittel /
  • Hilfsmittel /
  • Hilfsmittel für blinde Menschen /
  • Information, Kommunikation /
  • Lesehilfen

Schlagworte:
  • Blindenhilfsmittel /
  • Blindheit /
  • Braillezeile /
  • Grundbedürfnis /
  • Hilfsmittel /
  • Information /
  • Kostenübernahme /
  • Sozialgerichtsbarkeit /
  • Urteil


Informationsstand: 08.04.2009

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