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Sekret-Absauggeräte und Zubehör

Wenn die natürliche Reinigung der Atemwege durch selbständiges Abhusten nicht mehr ausreicht wie zum Beispiel bei einer Kehlkopfentfernung oder bei tracheotomierten Patientinnen und Patienten, saugen diese Geräte Sekrete und Substanzen aus der Lunge ab und verhindern Atemnot.

Sekret-Absauggeräte bestehen aus einem elektrischen Grundgerät - der Saugpumpe - und dem eigentlichen Sauginstrument, welches Schlauchsystem, Sekretbehälter und Absaugkatheter umfasst.

Die verwendeten Membranpumpen sind wartungsfrei. Nach dem Verdrängerprinzip saugt die Pumpe Luft von einer Seite her an und stößt sie zur anderen wieder aus. Das erzeugte Vakuum steht dabei in einer festen Beziehung zu den mechanischen Vorgaben der Pumpe und kann sehr konstant gehalten werden. Da das Vakuum über entsprechende Regeleinrichtungen direkt steuerbar ist, kann ein beliebiger Unterdruck zwischen 0 Pa und dem angegebenen maximalen Endvakuum eingestellt werden. Mit Hilfe des Unterdruckes kann ein angeschlossener Schlauch, der gewöhnlich durch Absaugkatheter verlängert wird, das zu entfernende Sekret in einen Sammelbehälter saug.

Wesentliche Unterscheidungskriterien bei Sekret-Absauggeräten sind:

  • Größe und Gewicht
  • Saugleistung (Liter pro Minute)
  • Aufnahmekapazität des Sekretbehälters
  • Betrieb über Netz / Akku

Je nach Anwendungsfall sind drei verschiedene Geräteausführungen zu empfehlen:

  1. Netzabhängige, elektrisch betriebene Absauggeräte sind hauptsächlich für den Heimgebrauch geeignet.
  2. Netzunabhängige, batteriebetriebene Absauggeräte sind ideal für unterwegs; sie sind tragbar, besitzen einen wiederaufladbaren Akku und eignen sich deshalb vorwiegend den mobilen Einsatz.
  3. Manuelle Absaugpumpen sind für den Notfall konzipiert. Sie kommen komplett ohne Stromversorgung aus und werden entweder mit der Hand oder durch ein Fußpedal betrieben.
    Entscheidend für die richtige Auswahl sind weiterhin die Häufigkeit des Absaugbedarfs und die erforderliche Saugleistung (für zähe oder flüssige Sekrete).

Sekret-Absauggeräte werden auch als Kombinationsgeräte angeboten, die zusätzlich die Inhalation ermöglichen. Nach der Kehlkopfentfernung oder einem Luftröhrenschnitt und damit dem Verlust der natürlichen Feuchthaltung der Schleimhäute ist eine anderweitige Vorsorge notwendig, damit es nicht zu starken Reizungen der Schleimhäute kommt. Derartige Reizungen führen in den meisten Fällen zu vermehrter Sekretbildung, Hustenreiz, Verkrustung und Borkenbildung.

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