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Angaben zum Urteil

Anspruch auf Versorgung mit einem G-Kniegelenk

Gericht:

SG Nürnberg 3. Kammer


Aktenzeichen:

S 3 KR 16/19


Urteil vom:

08.10.2019


Grundlage:

SGB V § 33 Abs. 1 S. 1



Leitsätze:

1. Bei einem unmittelbaren Behinderungsausgleich gilt das Gebot eines möglichst weitgehenden Ausgleichs des Funktionsdefizits unter Berücksichtigung des aktuellen Stands des medizinischen und technischen Fortschritts.

2. Die Versorgung mit einem fortschrittlichen, technisch weiterentwickelten Hilfsmittel kann nicht mit der Begründung abgelehnt werden, der bisher erreichte Versorgungsstandard sei ausreichend, solange ein Ausgleich der Behinderung nicht vollständig im Sinne des Gleichziehens mit einem nicht behinderten Menschen erreicht ist.

3. Die Wirtschaftlichkeit eines dem unmittelbaren Behinderungsausgleich dienenden Hilfsmittels ist grundsätzlich zu unterstellen und erst zu prüfen, wenn zwei tatsächlich gleichwertige, aber unterschiedlich teure Hilfsmittel zur Wahl stehen.

Fortsetzung/Langtext


Quelle:

BAYERN.RECHT


Referenznummer:

R/R8510


Weitere Informationen

Themen:
  • Hilfsmittel /
  • Hilfsmittelversorgung /
  • Prothesen

Schlagworte:
  • Beinprothese /
  • Gehfähigkeit /
  • Hilfsmittel /
  • Hilfsmittelversorgung /
  • Kostenübernahme /
  • Krankenversicherung /
  • Oberschenkelamputation /
  • Prothese /
  • Prothese /
  • Sozialgerichtsbarkeit /
  • unmittelbarer Behinderungsausgleich /
  • Urteil /
  • Versorgungsanspruch /
  • Wirtschaftlichkeit


Informationsstand: 12.11.2020

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