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Angaben zum Urteil

Keine Leistungspflicht der gesetzlichen Krankenkasse bei Perücken für Männer

Gericht:

LSG Rheinland-Pfalz 5. Senat


Aktenzeichen:

L 5 KR 151/06


Urteil vom:

05.04.2007



Leitsatz:

Bei Männern fällt die Versorgung mit einer Perücke bei krankheitsbedingtem vollständigem Haarverlust nicht in die Leistungspflicht der gesetzlichen Krankenversicherung. Dies verstößt nicht gegen Art. 3 Abs. 3 Satz 1 GG.

Orientierungssätze:

1. Anders als bei Frauen wird bei Männern in der Gesellschaft Kahlköpfigkeit nicht als besonders auffälliger Zustand angesehen. Daher ist eine Perücke zur Beseitigung eines entstellenden Haarverlustes nicht erforderlich.

2. Diese Differenzierung der Leistungspflicht zwischen männlichen und weiblichen Personen verstößt nicht gegen das strenge Gleichbehandlungsgebot des Art 3 Abs 3 S 1 GG (Entgegen BVerwG vom 31.1.2002 - 2 C 1/01 = NJW 2002, 2045).

Fortsetzung/Langtext


Quelle:

JURIS-GmbH


Referenznummer:

JURE070104725


Weitere Informationen

Themen:
  • Hilfsmittel /
  • Leistungspflicht der Krankenkassen /
  • Prothesen

Schlagworte:
  • Alopecia /
  • gesetzliche Krankenversicherung /
  • Gleichbehandlung /
  • Haarersatz /
  • Haarteil /
  • Haarverlust /
  • Hilfsmittel /
  • Kostenübernahme /
  • Krankenversicherung /
  • Leistungspflicht /
  • Mann /
  • Perücke /
  • Prothese /
  • soziale Teilhabe /
  • Sozialgerichtsbarkeit /
  • Urteil


Informationsstand: 27.06.2007

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