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Praxisbeispiel
Arbeits­platz­gestaltung für einen Pförtner

Wo lag die Herausforderung?

Der Mann hat eine Teil-Lähmung der Beine, die auf eine Kinderlähmung zurückzuführen ist, weshalb er einen Rollstuhl nutzen muss und sein Greifraum eingeschränkt ist. An seinem Arbeitsplatz waren entsprechende Hilfsmittel nötig.

Was wurde gemacht?

Alle für den Mann wichtigen Räumlichkeiten wurden so behinderungsgerecht umgestaltet, dass er sie problemlos und selbstständig erreichen und sich in ihnen bewegen kann. Außerdem wurde ihm ein höhenverstellbarer, unterfahrbarer Arbeitstisch zur Verfügung gestellt.

Schlagworte und weitere Informationen

Die Arbeitsgestaltung wurde zu 60 % vom Integrationsamt gefördert.
In REHADAT finden Sie auch die Adressen und Telefon-Nummern der Integrationsämter.

Arbeitgeber:

Beim Arbeitgeber handelt es sich um eine Kirchengemeinde mit 36 Mitarbeitern, die u. a. ein Altenwohnheim unterhält.

Behinderung und Funktionseinschränkung des Mitarbeiters:

Der Mann hat eine Teil-Lähmung der Beine, die auf eine Kinderlähmung zurückzuführen ist. Seit einigen Jahren ist er auf die Benutzung eines Rollstuhls angewiesen, deswegen ist sein Greifraum eingeschränkt.
Der GdB (Grad der Behinderung) des Mannes beträgt 100. Sein Schwerbehindertenausweis enthält die Merkzeichen G, aG, H und B.

Ausbildung und Beruf:

Der Mann ist ausgebildeter Dreher. Bei der Kirchengemeinde soll er als Pförtner für das Altenwohnheim eingestellt werden.

Arbeitsaufgabe:

- Telefonate annehmen und weiterleiten
- Besucher empfangen und informieren
- Post annehmen und in die entsprechenden Fächer verteilen
- Fotokopien erstellen
- Schreibdienste für Heimleitung und Verwaltung übernehmen
- Bargeldkasse verwalten und Geld an die Heimbewohner auszahlen
- Informationsbroschüren verteilen
- Bewohnerakten anlegen

Arbeitsplatz (Istzustand):

Der Arbeitsplatz des Pförtners befindet sich im Empfangsbereich. Der Empfangsbereich ist ebenerdig angelegt und von außen durch zwei automatische Schiebetüren barrierefrei zu erreichen. Der Arbeitsplatz selbst ist nicht behinderungsgerecht gestaltet und schränkt den Pförtner stark in seinen Bewegungen ein.

Arbeitsplatz (Sollzustand):

Die vorhandene Theke des Empfangsbereichs muss durch einen raumhohen Raumteiler mit einem an der Stirnseite integrierten Empfangs- und Ausgabeschalter ersetzt werden. Im seitlichen Bereich müssen im Greifraum des Pförtners Regale für Broschüren und Informationsmaterial eingearbeitet werden. Der Nachbarraum muss so umgestaltet werden, dass der Pförtner den dort aufgestellten Kopierer bedienen kann. Die Trennscheibe am Empfangs- und Ausgabeschalter muss mit einem motorisch angetriebenen Öffner und Schließer ausgestattet werden, damit sie vom Pförtner geöffnet und geschlossen werden kann. Zusätzlich muss ein höhenverstellbarer und unterfahrbarer Schreibtisch aufgestellt werden.

Eingesetzte Hilfsmittel - Anzeigen der Produkte:

ICF-Items

Assessments - Verfahren und Merkmale zur Analyse und Bewertung

  • EFL - Gehen
  • EFL - Schweregrad der Arbeit (Last/Herzfrequenz)
  • EFL - Stehen (längeres/vorgeneigt/Rotation)
  • ERGOS - aktuelle tägliche Dauerleistungsfähigkeit (Last/Herzfrequenz)
  • ERGOS - Laufen (Gehen)
  • ERGOS - Reichen
  • ERGOS - Stehen
  • IMBA - Arbeitszeit
  • IMBA - Armbewegungen
  • IMBA - Gehen/Steigen
  • IMBA - physische Ausdauer (Last/Herz-Lungensystem)
  • IMBA - Stehen

Referenznummer:

R/PB5136


Informationsstand: 11.10.2006