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Praxisbeispiel
Gestaltung eines Arbeitsplatzes für eine Sekretärin

Wo lag die Herausforderung?

Die Frau hat ein Halswirbelsäulen-Syndrom und eine Hüftgelenkserkrankung, weshalb sie für längere Strecken einen Rollstuhl nutzen muss, ihr Greifraum eingeschränkt ist und sie statische Körperhaltungen vermeiden muss. An ihrem Arbeitsplatz waren entsprechende Anpassungen nötig.

Was wurde gemacht?

Der Arbeitsplatz wurde mit ergonomischen Büromöbeln und Hilfsmitteln zur Vorsicht vor Stürzen ausgestattet. Die Sekretariatstür ist zu bestimmten Zeiten verschlossen, daher wurde vor der Sekretariatstür eine Türsprechanlage mit Klingel installiert. Die Tür kann vom Arbeitsplatz über einen Türöffner geöffnet werden. Die Damentoilette wurde in der ersten Kabine mit Türaußenaufschlag und Paniköffner ausgestattet. Die gesamte Sanitäranlage ist behinderungsgerecht umgebaut worden.

Schlagworte und weitere Informationen

Die behinderungsgerechte Gestaltung wurde vom Integrationsamt gefördert.
In REHADAT finden Sie auch die Adressen und Telefon-Nummern der Integrationsämter.

Arbeitgeber:

Der Arbeitgeber ist eine Schule.

Behinderung und Funktionseinschränkung der Mitarbeiterin:

Die Frau hat ein Halswirbelsäulen-Syndrom und eine Erkrankung des Hüftgelenks. Sie ist für längere Strecken auf die Nutzung eines Rollstuhls angewiesen. Für kurze Strecken, z. B. direkt am Arbeitsplatz, nutz sie Unterarmgehstützen. Ihr Greifraum ist durch die Rollstuhlnutzung eingeschränkt und sie sollte nicht für Tätigkeiten eingesetzt werden, die die Einnahme statischer Körperhaltungen erfordern.
Der GdB (Grad der Behinderung) der Frau beträgt 70. Ihr Schwerbehindertenausweis trägt das Merkzeichen G.

Ausbildung und Beruf:

Die Frau ist ausgebildete Hotelfachfrau. Sie arbeitet als Sekretärin bei ihrem Arbeitgeber.

Arbeitsplatz und Arbeitsaufgabe (Istzustand):

Die Mitarbeiterin ist mit typischen Sekretariatsarbeiten, wie z. B. Schreibarbeiten, beschäftigt. An ihrem Bildschirmarbeitsplatz steht ihr:
- ein nichthöhenverstellbarer Arbeitstisch,
- ein unergonomischer Bürodrehstuhl,
- ein PC mit ausreichend großem Bildschirm sowie Maus und
- ein übliches Telefon
zur Verfügung.
Die vorhandene Arbeitsplatzausstattung ermöglicht kein dynamisches Sitzen und keinen Wechsel zwischen stehender oder sitzender Arbeitshaltung.
Im Sekretariat lag bisher ein glatter Fußboden mit Teilstücken eines zusätzlich aufgelegten Teppichbodens, was zu einer erhöhten Stolpergefahr führte.

Arbeitsplatz und Arbeitsaufgabe (Sollzustand):

Zur Ermöglichung eines Wechsels zwischen sitzender sowie stehender Arbeitshaltung und zur Vermeidung eines Sturzes wurden folgende Hilfsmittel eingesetzt:
- ein höhenverstellbarer Arbeitstisch (kann bei Bedarf auch mit dem Rollstuhl unterfahren werden),
- ein ergonomischer Bürodrehstuhl mit Armstützen,
- Rollcontainer,
- ein schnurloses Telefon und
- ein durchgängiger sowie rutschsicherer Teppichbodenbelag.

Arbeitsumgebung:

Die Sekretariatstür ist zu bestimmten Zeiten verschlossen, daher wurde vor der Sekretariatstür eine Türsprechanlage mit Klingel installiert. Die Tür kann vom Arbeitsplatz über einen Türöffner geöffnet werden. Die Damentoilette wurde in der ersten Kabine mit Türaußenaufschlag und Paniköffner ausgestattet. Des Weiteren wurden für die Benutzung des Rollstuhls Freiflächen neben dem WC, Haltegriffe als Umsteige- bzw. Umsetzhilfen vom Rollstuhl auf das WC, unterfahrbare Waschbecken im eingeschränkten Greifraum und eine Notrufanlage auf der Damentoilette eingerichtet bzw. installiert.

Eingesetzte Hilfsmittel - Anzeigen der Produkte:

Schlagworte

ICF-Items

Assessments - Verfahren und Merkmale zur Analyse und Bewertung

  • EFL - Gehen
  • EFL - Schweregrad der Arbeit (Last/Herzfrequenz)
  • EFL - Stehen (längeres/vorgeneigt/Rotation)
  • ERGOS - aktuelle tägliche Dauerleistungsfähigkeit (Last/Herzfrequenz)
  • ERGOS - Laufen (Gehen)
  • ERGOS - Reichen
  • ERGOS - Stehen
  • IMBA - Arbeitssicherheit
  • IMBA - Arbeitszeit
  • IMBA - Armbewegungen
  • IMBA - Gehen/Steigen
  • IMBA - physische Ausdauer (Last/Herz-Lungensystem)
  • IMBA - Stehen
  • IMBA - Unfallgefährdung

Referenznummer:

R/PB4151


Informationsstand: 25.03.2009