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Praxisbeispiel
Kraftfahrzeuganpassung für einen Rollstuhlfahrer

Wo lag die Herausforderung?

Der Mann hat eine Musekldystrophie im Bereich der Oberschenkel, weshalb er einen Rollstuhl nutzen muss und sein Greifraum, seine Mobilität sowie die Fähigkeit Dinge mit den Füßen zu bedienen eingeschränkt sind. An seinem Arbeitsplatz waren entsprechende Anpassungen nötig.

Was wurde gemacht?

Für den Mann wurde behinderungsgerechter PKW angeschafft, welcher mit Automatikgetriebe, Servolenkung, innenverstellbaren Außenspiegeln, elektrischem Fensterheber und einer Zentralverriegelung ausgestattet wurde, damit er selbstständig seinen Arbeitsplatz erreichen kann. Das Auto hat noch weitere Zusätze, die dem Mann das Autofahren vereinfachen sollen.

Schlagworte und weitere Informationen

Die behinderungsbedingte Kfz-Anpassung wurde von der Arbeitsagentur gefördert.
In REHADAT finden Sie auch die Adressen und Tel.- Nummern der Arbeitsagenturen.

Behinderung und Funktionseinschränkung:

Der Mann hat eine Muskeldystrophie im Bereich der Oberschenkel. Er ist auf die Benutzung eines Rollstuhls angewiesen. Sein Greifraum, seine Mobilität und die Fähigkeit seine Beine bzw. Füße zum Betätigen von Pedalen zu nutzen sind eingeschränkt.

Arbeitsumgebung - Mobilität:

Der Mann benötigt, damit er selbstständig einen Pkw fahren und den Arbeitsplatz erreichen kann, einen behinderungsgerecht ausgestatteten Pkw. Das angeschaffte Fahrzeug verfügt bereits über ein Automatikgetriebe (Fußbetätigung der Kupplung nicht erforderlich), eine Servolenkung, innen verstellbare Außenspiegel, elektrische Fensterheber und eine Zentralverriegelung.
Zusätzlich wurde am Lenkrad noch ein Gasring mit Betriebsbremse installiert, der das Beschleunigen sowie Bremsen von Hand und außerdem die Beibehaltung des Fahrerairbags ermöglicht. Außerdem wurde ein Rollstuhlverladesystem angebracht, das dem Fahrer das Ein- und Ausladen des Rollstuhls ohne Kraftaufwand ermöglicht. Um die körperliche Belastung beim Ein- und Aussteigen zu reduzieren, wurde ein spezieller Fahrersitz bzw. Schwenksitz eingebaut. Der Schwenksitz ermöglicht das leichte Umsetzen vom Rollstuhl auf den Fahrersitz.
In REHADAT finden Sie auch Informationen zu den Themen Führerschein und Fahrerlaubnisverordnung sowie Fahrschulen für behinderte Menschen.

Eingesetzte Hilfsmittel - Anzeigen der Produkte:

ICF-Items

Assessments - Verfahren und Merkmale zur Analyse und Bewertung

  • EFL - Gehen
  • EFL - Heben (Boden zur Taillenhöhe/Taillen- zur Kopfhöhe/horizontal)
  • EFL - Schweregrad der Arbeit (Last/Herzfrequenz)
  • EFL - Stehen (längeres/vorgeneigt/Rotation)
  • EFL - Tragen (rechte, linke Hand/vorne)
  • ERGOS - aktuelle tägliche Dauerleistungsfähigkeit (Last/Herzfrequenz)
  • ERGOS - Laufen (Gehen)
  • ERGOS - Reichen
  • ERGOS - statisches/dynamisches Heben
  • ERGOS - Stehen
  • ERGOS - Tragen
  • IMBA - Arbeitszeit
  • IMBA - Armbewegungen
  • IMBA - Gehen/Steigen
  • IMBA - Heben
  • IMBA - physische Ausdauer (Last/Herz-Lungensystem)
  • IMBA - Stehen
  • IMBA - Tragen

Referenznummer:

R/PB2785


Informationsstand: 13.11.2009