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Praxisbeispiel
Arbeitsgestaltung für einen Ingenieur bei einem Automobilhersteller

Wo lag die Herausforderung?

Der Mann hat eine sensomotorische Lähmung der Beine. Behinderungsbedingt sind sein Greifraum, seine Mobilität und die Fähigkeit Bedienelemente mit den Füßen zu betätigen eingeschränkt. An seinem Arbeitsplatz benötigt er entsprechende Hilfsmittel.

Was wurde gemacht?

Der Ingenieur erledigt die mit der Tätigkeit verbundenen Schreibarbeiten an einem Bildschirmarbeitsplatz mit einem für den Rollstuhl unterfahrbaren Arbeitstisch. Für die Besprechungen stehen in den Abteilungen Besprechungsinseln mit runden Tischen mit einer Tischplattenhöhe von 1200 mm zur Verfügung. Der Ingenieur nutz einen leichten Aktiv-Rollstuhl, um im Werk mobil zu sein. Der Aktiv-Rollstuhl verfügt zusätzlich über eine Aufrichtfunktion mittels Gasdruckfedern. Für den Arbeitsweg nutzt der Ingenieur ein Kfz mit Automatikgetriebe, das komplett auf Handbedienung umgebaut wurde.

Schlagworte und weitere Informationen

Der Aktiv-Rollstuhl bzw. Stehrollstuhl wurde zu 100% vom Integrations- bzw. Inklusionsamt gefördert.
In REHADAT finden Sie auch die Adresse und Tel.-Nr. der Integrations- bzw. Inklusionsämter.

Arbeitgeber:

Der Arbeitgeber ein Werk eines Automobilkonzerns.

Behinderung und Funktionseinschränkung des Mitarbeiters:

Der Mann hat eine sensomotorische Lähmung der Beine und ist auf die Nutzung eines Rollstuhles angewiesen. Behinderungsbedingt sind sein Greifraum, seine Mobilität und die Fähigkeit Bedienelemente mit den Füßen zu betätigen eingeschränkt. Der Grad der Behinderung (GdB) beträgt 100. Der Schwerbehindertenausweis enthält die Merkzeichen G , B und aG.

Ausbildung und Beruf:

Der Mann ist Diplom-Ingenieur und arbeitet in der Instandhaltung des Werkes.

Arbeitsplatz und Arbeitsaufgabe:

Der Mann arbeitet in einer Gruppe aus Ingenieuren und Technikern, die für die Instandhaltung der Produktionsanlagen im Montagebereich verantwortlich sind. Die Tätigkeit ist mit Organisations-, Verwaltungs-, Besprechungs- und Personalführungsarbeiten verbunden. Der eigentliche Arbeitsplatz befindet sich in einem Büro. Dort erledigt der Ingenieur die mit der Tätigkeit verbundenen Schreibarbeiten an einem Bildschirmarbeitsplatz mit einem für den Rollstuhl unterfahrbaren Arbeitstisch. Einen großen Teil der Arbeitszeit verbringt er direkt im Montagebereich. Die Instandhaltungsintervalle und -pläne werden in den verschiedenen Montagebereichen bzw. Abteilungen mit den dort verantwortlichen Kollegen besprochen. Für die Besprechungen stehen in den Abteilungen Besprechungsinseln mit runden Tischen mit einer Tischplattenhöhe von 1200 mm zur Verfügung. Der Ingenieur nutz einen leichten Aktiv-Rollstuhl, um im Werk mobil zu sein. Der Aktiv-Rollstuhl verfügt zusätzlich über eine Aufrichtfunktion mittels Gasdruckfedern. Durch die Aufrichtfunktion wird es dem Ingenieur ermöglicht stehend in Augenhöhe mit den Kollegen zu kommunizieren und die entsprechenden Unterlagen auf den 1200 mm hohen Tischen einzusehen.
Der Rollstuhl mit seiner speziellen Funktion wird generell im Büro- und Montagebereich eingesetzt, um den eingeschränkten Greifraum auszugleichen.

Arbeitsumgebung - Mobilität:

Für den Arbeitsweg nutzt der Ingenieur ein Kfz mit Automatikgetriebe, das komplett auf Handbedienung (Gas und Bremse) umgebaut wurde. Da der Rollstuhl verhältnismäßig leicht ist, kann er ohne Probleme selbständig (nach dem Umsetzen auf den Fahrersitz) vom Ingenieur in das Kfz verladen werden. Der Ingenieur nutzt das Kfz auch zum Zurücklegen größerer Strecken auf dem Werksgelände.
In REHADAT finden Sie auch Informationen zu den Themen Führerschein und Fahrerlaubnisverordnung sowie Fahrschulen für behinderte Menschen.

Eingesetzte Hilfsmittel - Anzeigen der Produkte:

ICF-Items

Assessments - Verfahren und Merkmale zur Analyse und Bewertung

  • EFL - Gehen
  • EFL - Schweregrad der Arbeit (Last/Herzfrequenz)
  • EFL - Stehen (längeres/vorgeneigt/Rotation)
  • ERGOS - aktuelle tägliche Dauerleistungsfähigkeit (Last/Herzfrequenz)
  • ERGOS - Laufen (Gehen)
  • ERGOS - Reichen
  • ERGOS - Stehen
  • IMBA - Arbeitszeit
  • IMBA - Armbewegungen
  • IMBA - Gehen/Steigen
  • IMBA - physische Ausdauer (Last/Herz-Lungensystem)
  • IMBA - Stehen

Referenznummer:

Pb/110655


Informationsstand: 08.12.2009