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Praxisbeispiel
Barrierefreie Gestaltung eines Telearbeitsplatzes

Wo lag die Herausforderung?

Der Mann ist querschnittgelähmt, weshalb er einen Rollstuhl nutzen muss und sein Greifraum sowie seine Mobilität eingeschränkt sind. An seinem Arbeitsplatz waren entsprechende Anpassungen nötig.

Was wurde gemacht?

Das Büro liegt im Erdgeschoss und wurde entsprechend umgebaut und vergrößert, damit der Bürokaufmann ausreichend Platz hat, um sich mit dem Rollstuhl barrierefrei bewegen zu können. Außerdem wurde der Sanitärbereich für die Rollstuhlnutzung barrierefrei gestaltet. Türen und Rollläden können jetzt vom Mann elektromotorisch per Knopfdruck geöffnet werden.

Schlagworte und weitere Informationen

Die behinderungsgerechte Gestaltung wurde vom Integrationsamt gefördert. Außerdem erhielt der Arbeitgeber von der Arbeitsagentur einen Lohnkostenzuschuss von 100% für ein Jahr und 80% für zwei weitere Jahre, da der Mann vorher arbeitslos war.
In REHADAT finden Sie auch die Adressen und Tel.-Nummern der Arbeitsagenturen und Integrationsämter.

Arbeitgeber:

Der Industriebetrieb kauft fertige Aufzuganlagen, die er nach Kundenwunsch umrüstet, um sie anschließend in den Gebäuden zu installieren. Darüber hinaus werden bereits betriebene Aufzuganlagen repariert und gewartet.

Behinderung und Funktionseinschränkung des Mitarbeiters:

Der Mann hat eine Querschnittslähmung und ist auf die ständige Nutzung eines Rollstuhls angewiesen. Seine Mobilität und sein Greifraum sind behinderungsbedingt eingeschränkt. Der GdB (Grad der Behinderung) beträgt 100. Der Schwerbehindertenausweis trägt die Merkzeichen G, aG, H und RF.

Ausbildung und Beruf:

Der Mann absolvierte in einem Berufsbildungswerk eine Ausbildung zum Bürokaufmann und ist als solcher beim Arbeitgeber beschäftigt.
In REHADAT finden Sie auch Einrichtungen, die behinderte Menschen im kaufmännischen Bereich ausbilden.

Arbeitsaufgabe:

- Kundengespräche am Telefon
- Erstellung der Kundenangebote
- Betreuung der Kunden- und Lieferantenadressendatei
- Buchführung

Arbeitsplatz und Arbeitsumgebung:

Der Bürokaufmann arbeitet (in Telearbeit) an einem Bildschirmarbeitsplatz mit einem unterfahrbaren Arbeitstisch in seinem Haus. Die für die Tätigkeit benötigten Akten, Prospekte und Dokumente befinden sich auf Ablageflächen, die vom Rollstuhl ohne Probleme erreicht werden können.
Das Büro bzw. der Büroraum liegt im Erdgeschoss und wurde entsprechend umgebaut und vergrößert, damit der Bürokaufmann ausreichend Platz und Freiflächen hat, um sich mit dem Rollstuhl barrierefrei bewegen zu können. Die Eingangstür im Erdgeschoss wurde mit einem elektromotorischen Türöffner und -schließer ausgestattet. Durch eine Türsprechanlage kann der Bürokaufmann von seinem Arbeitsplatz mit dem Besucher Kontakt aufnehmen und ihm die Tür per Knopfdruck öffnen. Auch die Fenster und vorhandenen Rollläden wurden mit elektromotorischen Öffnern und Schließern ausgestattet, die per Schalter leicht bedient werden können. Außerdem wurde der Sanitärbereich (Waschbecken, Toilette, Spiegel und Stützhandgriffe) für die Rollstuhlnutzung barrierefrei gestaltet, so dass z. B. ein Umsetzen vom Rollstuhl auf die Toilette ohne Probleme ermöglicht wird.

Eingesetzte Hilfsmittel - Anzeigen der Produkte:

Schlagworte

ICF-Items

Assessments - Verfahren und Merkmale zur Analyse und Bewertung

  • EFL - Gehen
  • EFL - Schweregrad der Arbeit (Last/Herzfrequenz)
  • EFL - Stehen (längeres/vorgeneigt/Rotation)
  • ERGOS - aktuelle tägliche Dauerleistungsfähigkeit (Last/Herzfrequenz)
  • ERGOS - Laufen (Gehen)
  • ERGOS - Reichen
  • ERGOS - Stehen
  • IMBA - Arbeitszeit
  • IMBA - Armbewegungen
  • IMBA - Gehen/Steigen
  • IMBA - Licht
  • IMBA - physische Ausdauer (Last/Herz-Lungensystem)
  • IMBA - Schall/Lärm
  • IMBA - Stehen

Referenznummer:

R/PB4900


Informationsstand: 11.12.2009