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Praxisbeispiel
Arbeits­platz­gestaltung für einen Zweiradmechaniker

Es gibt 2 Abbildungen zu diesem Praxisbeispiel:

  1. Greifräume|(p529402)Hebebühne
  2. Greifräume|(p529402)Hebebühne

Wo lag die Herausforderung?

Der Mann hat eine Querschnittlähmung, wodurch er einen Rollstuhl nutzen muss und sein Greifraum eingeschränkt ist. An seinem Arbeitsplatz waren entsprechende Anpassungen nötig.

Was wurde gemacht?

Um den Mitarbeiter weiterhin beschäftigen zu können, wurden ein spezieller pneumatisch höhenverstellbarer Fahrradmontageständer, eine elektrohydraulisch höhenverstellbare Motorradhebebühne, eine höhenverstellbare Werkbank und ein Werkzeugwagen angeschafft.

Schlagworte und weitere Informationen

Die behinderungsgerechte Gestaltung wurde vom Integrationsamt gefördert.
In REHADAT finden Sie auch die Adressen und Tel.-Nummern der Integrationsämter.

Arbeitgeber:

Der Arbeitgeber betreibt

Behinderung und Funktionseinschränkung:

Der Mann hat eine Querschnittslähmung. Er ist, da er nicht fähig ist zu gehen, auf die ständige Benutzung eines Rollstuhls angewiesen. Durch das Sitzen im Rollstuhl ist sein Greifraum eingeschränkt. Der GdB (Grad der Behinderung) beträgt 100.

Ausbildung und Beruf:

Der Mann ist gelernter Zweiradmechaniker und bei einer gemeinnützigen Werkstatt beschäftigt.

Arbeitsplatz und Arbeitsaufgabe (Istzustand):

Zum Aufgabenbereich des Mitarbeiters gehören die Reparaturen von Fahrrädern, Motorrädern und Motorrollern. Um ein Fahrrad reparieren zu können, wird dieses an Ketten aufgehängt. Die Motorräder und Motorroller werden auf dem Boden abgestellt und entsprechend fixiert. Da der Mitarbeiter auf die Benutzung eines Rollstuhls angewiesen ist, ist sein Greifraum stark eingeschränkt (Bild 1). Insbesondere beim Reparieren der am Boden stehenden Motorräder ergeben sich für ihn Probleme, da er einige Bereiche nicht erreichen kann.

Arbeitsplatz und Arbeitsaufgabe (Sollzustand):

Um den Mitarbeiter weiterhin beschäftigen zu können, ist eine behinderungsgerechte Ausrüstung der Werkstatt notwendig. Deshalb wurden ein spezieller pneumatisch höhenverstellbarer Fahrradmontageständer, eine elektrohydraulisch höhenverstellbare Motorradhebebühne, eine höhenverstellbare Werkbank und ein Werkzeugwagen angeschafft. Mit dem pneumatisch höhenverstellbaren und drehbaren Fahrradmontageständer kann der Mitarbeiter das Fahrrad in eine für ihn passende Arbeitshöhe positionieren und die notwendigen Reparaturen ausführen. Der gleiche Effekt wird mit der Hubbühne mit Montageständer für Motorroller bzw. Motorräder erzielt, nämlich eine ergonomische Arbeitshaltung und Erreichbarkeit der Teile (Bild 2) im eingeschränkten Greifraum. Der Werkzeugwagen dient einerseits als mobile Werkzeugkiste, damit der Mitarbeiter sein Werkzeug im Greifraum hat und andererseits als Transporthilfe für demontierte Teile zur Werkbank. Die Werkbank wurde ebenfalls in einer höhenverstellbaren Variante beschafft, damit er die Teile dort vom Werkzeugwagen hinüber schieben und anschließend in eine für ihn ergonomisch günstige Höhe fahren kann, um daran zu arbeiten.

Eingesetzte Hilfsmittel - Anzeigen der Produkte:

ICF-Items

Assessments - Verfahren und Merkmale zur Analyse und Bewertung

  • EFL - Gehen
  • EFL - Heben (Boden zur Taillenhöhe/Taillen- zur Kopfhöhe/horizontal)
  • EFL - Schweregrad der Arbeit (Last/Herzfrequenz)
  • EFL - Stehen (längeres/vorgeneigt/Rotation)
  • EFL - Tragen (rechte, linke Hand/vorne)
  • ERGOS - aktuelle tägliche Dauerleistungsfähigkeit (Last/Herzfrequenz)
  • ERGOS - Laufen (Gehen)
  • ERGOS - Reichen
  • ERGOS - statisches/dynamisches Heben
  • ERGOS - Stehen
  • ERGOS - Tragen
  • IMBA - Arbeitszeit
  • IMBA - Armbewegungen
  • IMBA - Gehen/Steigen
  • IMBA - Heben
  • IMBA - physische Ausdauer (Last/Herz-Lungensystem)
  • IMBA - Stehen
  • IMBA - Tragen

Referenznummer:

R/PB5294


Informationsstand: 27.06.2013