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Praxisbeispiel
Barrierefreie Gestaltung des Zugangsweges für einen Rollstuhlfahrer

Wo lag die Herausforderung?

Der Mann hat eine spastische Zerebralparese. Sein Greifraum und seine Mobilität sind behinderungsbedingt eingeschränkt. Bei seinem alten Arbeitsplatz fehlten die entsprechenden Hilfsmittel. Es musste ein neuer Arbeitsplatz mit entsprechenden Hilfsmitteln gefunden werden.

Was wurde gemacht?

Der Verwaltungsmitarbeiter wurde nach Auflösung seines vorherigen Arbeitsplatzes im Finanzbereich in die Bibliothek der Fachhochschule versetzt. Aufgrund des Denkmalschutzes musste für die Überwindung der Treppen im Eingangsbereich ein im Boden ebenerdig versenkbarer Bogenhubtisch installiert werden, der die Optik des Gebäudes nicht beeinträchtigt und dennoch einen barrierefreien Zugang ermöglicht.

Schlagworte und weitere Informationen

Da es sich um ein denkmalgeschütztes Gebäude handelt musste eine Lösung gefunden werden, die die Auflagen des Denkmalschutzes berücksichtigt und trotzdem einen barrierefreien Gebäudezugang ermöglicht. In Zusammenarbeit mit dem Ingenieur-Fachdienst für behinderungsgerechte Arbeitsgestaltung des Integrations- bzw. Inklusionsamtes des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe, dem Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW, dem Amt für Denkmalschutz und dem Arbeitgeber konnte solch eine Lösung erarbeitet werden. Die eigentliche Förderung zur barrierefreien Gestaltung des Gebäudezuganges erfolgte dabei durch das Integrations- bzw. Inklusionsamt.
In REHADAT finden Sie auch die Adressen und Telefon-Nummern der Integrations- bzw. Inklusionsämter.

Arbeitgeber:

Der Arbeitgeber ist der öffentliche Dienst bzw. eine Fachhochschule, bei durch Restrukturierungsmaßnahmen Arbeitsplätze entfallen sind und Mitarbeiter versetzt wurden.

Behinderung und Funktionseinschränkung des Mitarbeiters:

Der Mann hat eine spastische Zerebralparese und ist auf die Benutzung eines Rollstuhls angewiesen. Sein Greifraum und seine Mobilität sind behinderungsbedingt eingeschränkt.

Beruf:

Der Verwaltungsmitarbeiter wurde nach Auflösung seines vorherigen Arbeitsplatzes im Finanzbereich in die Bibliothek der Fachhochschule versetzt.

Arbeitsumgebung - Mobilität:

Das Gebäude der Fachhochschulbibliothek verfügte über keinen barrierefreien Zugang. Der Gebäudeeingang konnte nur über eine Treppe erreicht werden. Aufgrund des bestehenden Denkmalschutzes konnte eine sofort sichtbare Konstruktion, wie ein Treppenaufzug mit Rollstuhl-Plattform oder ein Senkrechtaufzug, nicht eingesetzt werden. Für die Überwindung der Treppen im Eingangsbereich wurde deshalb ein im Boden ebenerdig versenkbarer Bogenhubtisch (hydraulische Rollstuhl-Hebebühne) installiert, der die Optik des Gebäudes nicht beeinträchtigt und dennoch einen barrierefreien Zugang ermöglicht.

Eingesetzte Hilfsmittel - Anzeigen der Produkte:

ICF-Items

Assessments - Verfahren und Merkmale zur Analyse und Bewertung

  • EFL - Gehen
  • EFL - Schweregrad der Arbeit (Last/Herzfrequenz)
  • EFL - Stehen (längeres/vorgeneigt/Rotation)
  • ERGOS - aktuelle tägliche Dauerleistungsfähigkeit (Last/Herzfrequenz)
  • ERGOS - Laufen (Gehen)
  • ERGOS - Reichen
  • ERGOS - Stehen
  • IMBA - Arbeitszeit
  • IMBA - Armbewegungen
  • IMBA - Gehen/Steigen
  • IMBA - physische Ausdauer (Last/Herz-Lungensystem)
  • IMBA - Stehen

Referenznummer:

Pb/110832


Informationsstand: 18.11.2013