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Praxisbeispiel
Sicherheitsmaßnahme zur Evakuierung eines Mitarbeiters

Es gibt eine Abbildung zu diesem Praxisbeispiel:
Evakuierungsstuhl

Wo lag die Herausforderung?

Der Mann hat eine Muskelerkrankung, weshalb er einen Rollstuhl nutzen muss und sein Greifraum sowie seine Mobilität eingeschränkt sind. An seinem Arbeitsplatz waren entsprechende Anpassungen nötig.

Was wurde gemacht?

Im Notfall ist die Benutzung der Aufzüge untersagt und die Mitarbeiter im Gebäude müssen das Treppenhaus nutzen, was dem Mann aufgrund des Rollstuhls allerdings nicht möglich ist. Zur Lösung des Problems wurde eine Evakuierungsstuhl zur Verfügung gestellt.

Schlagworte und weitere Informationen

Der Evakuierungsstuhl wurde vom Integrationsamt zu 100% gefördert. Die Beratung erfolgte dabei durch den Ingenieur-Fachdienst für behinderungsgerechte Arbeitsgestaltung des Integrationsamtes - dem sog. Technischen Beratungsdienst und dem Unternehmen.
In REHADAT finden Sie auch die Adressen und Telefon-Nummern der Integrationsämter.

Arbeitgeber:

Der Arbeitgeber eine Stadtverwaltung einer größeren Kommune.

Behinderung und Funktionseinschränkung des Mitarbeiters:

Der Mann hat eine Muskelerkrankung und ist deshalb auf die Nutzung eines Rollstuhls angewiesen. Sein Greifraum und seine Mobilität sind behinderungsbedingt eingeschränkt. Der GdB (Grad der Behinderung) des Mannes beträgt 100.

Arbeitsplatz und Arbeitsschutz:

Der Arbeitsplatz des Mitarbeiters befindet sich auf der fünften Etage des Bürogebäudes. Er erreicht und verlässt die fünfte Etage barrierefrei mit Hilfe der vorhandenen Aufzüge. Im Notfall (Brand usw.) ist die Benutzung der Aufzüge aus Gründen der Sicherheit (z. B. Stromausfall für den Aufzug, Rauch stört die Lichtschranken und diese geben die Türen nicht mehr frei - Personen werden so im Aufzug/Gebäude "eingeschlossen") untersagt. Die Mitarbeiter müssen dann, laut Fluchtplan bzw. Fluchtweg, das Treppenhaus benutzen. Dem behinderungsbedingt auf den Rollstuhl angewiesenen Mitarbeiter ist dies nicht möglich. Zur Lösung des Problems empfahl der beratende Ingenieur des Integrationsamtes den Einsatz eines Evakuierungsstuhls (siehe Bild) für Personen mit eingeschränkter Bewegungsfähigkeit, der auf der fünften Etage und in der in der Nähe des Treppenhauses positioniert bzw. bereitgestellt wurde. Der zusammenklappbare Evakuierungsstuhl mit Gleitriemen ermöglicht einem Kollegen im Rahmen eines vorher festgelegten Rettungsplanes, den Mitarbeiter mit Behinderung im Notfall schnell über das Treppenhaus zu evakuieren - dies wird auch in Brandschutzübungen so trainiert.
Einen kurzen Film zur Funktionsweise des Evakuierungsstuhls im Notfall können Sie unten über folgenden Link aufrufen: Video bei YouTube - Rettung von Menschen mit Mobilitätseinschränkungen mit Hilfe eines Evakuierungsstuhls.

Eingesetzte Hilfsmittel - Anzeigen der Produkte:

ICF-Items

Assessments - Verfahren und Merkmale zur Analyse und Bewertung

  • EFL - Gehen
  • EFL - Schweregrad der Arbeit (Last/Herzfrequenz)
  • EFL - Stehen (längeres/vorgeneigt/Rotation)
  • EFL - Steigen (Leiter/Treppe)
  • EFL - Treppe steigen
  • ERGOS - aktuelle tägliche Dauerleistungsfähigkeit (Last/Herzfrequenz)
  • ERGOS - Laufen (Gehen)
  • ERGOS - Reichen
  • ERGOS - Stehen
  • ERGOS - Treppensteigen
  • IMBA - Arbeitssicherheit
  • IMBA - Arbeitszeit
  • IMBA - Armbewegungen
  • IMBA - Gehen/Steigen
  • IMBA - physische Ausdauer (Last/Herz-Lungensystem)
  • IMBA - Selbständigkeit
  • IMBA - Stehen
  • IMBA - Umstellung
  • MELBA - Selbständigkeit
  • MELBA - Umstellung

Referenznummer:

R/PB3096


Informationsstand: 19.01.2017