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Angaben zum Praxisbeispiel

Deutsche Post DHL Group - barrierefreie Gestaltung für eine Mitarbeiterin in der Verwaltung mit Gehbehinderung

Arbeitgeber:

Deutsche Post DHL Group ist eines der weltweit führenden Unternehmen für Logistik und Briefkommunikation. Die Gruppe konzentriert sich darauf, in ihren Kerngeschäftsfeldern weltweit die erste Wahl für Kunden, Arbeitnehmer und Investoren zu sein. Sie verbindet Menschen, ermöglicht den globalen Handel und leistet mit verantwortungsvollem unternehmerischen Handeln, gezielten Umweltschutzmaßnahmen und Corporate Citizenship einen positiven Beitrag für die Welt.
Deutsche Post DHL Group vereint zwei starke Marken: Deutsche Post ist Europas führender Postdienstleister, während DHL in den weltweiten Wachstumsmärkten ein umfangreiches Serviceportfolio in den Bereichen internationaler Expressversand, Frachttransport, E-Commerce und Supply-Chain-Management repräsentiert.
Deutsche Post DHL Group beschäftigt mehr als 500.000 Mitarbeiter in über 220 Ländern und Territorien weltweit.

Behinderung und Funktionseinschränkung der Mitarbeiterin:

Die Frau hat eine Gehbehinderung, die auf einer Störung der Bewegungskoordination (Ataxie) basiert. Aufgrund ihrer Schwerbehinderung ist sie zur Fortbewegung auf eine Gehhilfe angewiesen.

Ausbildung und Beruf:

Die Mitarbeiterin ist im Hausservice der Niederlassung BRIEF Duisburg des Arbeitgebers tätig.

Arbeitsplatz und Arbeitsaufgabe:

Sie arbeitet an einem Bildschirmarbeitsplatz in einem Büro. Zu ihrer Tätigkeit gehören verschiedene Verwaltungsaufgaben aus dem Bereich Hausservice. Für ihren Arbeitsalltag benötigt sie derzeit nur ein ausreichend großes Büro mit ergonomischen Büromöbeln (z. B. Arbeitstisch und Bürodrehstuhl) und entsprechenden Bewegungsfreiraum, um eine barrierefreie Fortbewegung mit ihrer Gehhilfe bzw. ihrem Rollator zu ermöglichen.
Der am Arbeitsplatz eingesetzte Bürodrehstuhl verfügt über eine Feststellbremse, die verhindert, dass der Stuhl wegrutscht während sich die Mitarbeiterin zum Hinsetzen und Aufstehen auf den Armlehnen des Bürodrehstuhls abstützt. Der Bürodrehstuhl wurde gemeinsam vorher mit der Mitarbeiterin ausgesucht und getestet.

Arbeitsumgebung - Mobilität:

Der Mitarbeiterin steht ein verbreiterter, ausgewiesener und beleuchteter Behindertenparkplatz direkt am Seiteneingang zur Verfügung (Bild 1). Den Weg vom Parkplatz bzw. von ihrem Auto über den Seiteneingang ins Gebäude legt die Mitarbeiterin ohne Gehhilfe zurück. Ermöglicht wird dies durch die Absenkung der Bordsteine und den Einsatz einer Rampe mit einer geringen Steigung und Handläufen (Bild 2 und 3). Die Rampe ist zusätzlich beleuchtet (Bild 4) und im unteren Teil beheizbar, so dass diese im Winter schnee- und eisfrei bleibt. An der Eingangstür des Seiteneinganges befindet sich ein Schalter mit dem die Tür automatisch geöffnet werden kann. Von der Eingangstür bis in den Anfangsbereich des Flures wurde ein weiterer Handlauf installiert, an dem sich die Mitarbeiterin stützen kann. Am Ende des Handlaufs steht ein Rollator bereit mit dem sich die Mitarbeiterin bis zu ihrem Arbeitsplatz fortbewegen kann. Der Arbeitsplatz befindet sich im zweiten Stock des Gebäudes und kann mit Hilfe eines üblichen Personenaufzuges erreicht werden. Sämtliche Flurtüren auf dem Weg zum Arbeitsplatz können jeweils über das Betätigen eines Schalters (Bild 5) elektromotorisch über Türöffner und -schließer geöffnet und anschließend automatisch geschlossen werden (Bild 6). Aus Sicherheitsgründen befindet sich auf den entsprechenden Türen ein Aufkleber mit einem Warnhinweis (Bild 7).
Auf Anregungen der Fachkraft für Arbeitssicherheit wurde zusätzlich ein Evakuierungsstuhl angeschafft, da sich das Büro der Mitarbeiterin im 2. Obergeschoss befindet und z. B. der Aufzug im Brandfall nicht benutzt werden darf. Der Evakuierungsstuhl ermöglicht es einem Kollegen die Mitarbeiterin sitzend über die Treppe nach unten zu transportieren. Der Evakuierungsstuhl gleitet dabei leicht und nicht zu schnell mit seinen Kufen über die Vorderkante der Stufen.

Eingesetzte Hilfsmittel - Anzeigen der Produkte:


Förderung und Mitwirkung:

Die Gestaltung des Arbeitsplatzes und der Arbeitsumgebung wurden zu 70 % vom Integrationsamt gefördert, wobei der Evakuierungsstuhl zu 80 % gefördert wurde. Der Kontakt zum Integrationsamt und die Koordination der Maßnahme erfolgten über den Inklusionsbeauftragten des Arbeitgebers und die Schwerbehindertenvertretung.
In REHADAT finden Sie auch die Adressen und Tel.-Nummern der Integrationsämter.



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Referenznummer:

Pb/110744



Informationsstand: 29.05.2018