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Bibliographische Angaben zur Publikation

Kleinwüchsige Menschen in Ausbildung und Beruf


Sammelwerk / Reihe:

Teilhabe durch berufliche Rehabilitation


Autor/in:

Stadler, Hans


Herausgeber/in:

Bundesagentur für Arbeit (BA)


Quelle:

Nürnberg: Eigenverlag, Online-Ressource, 2004, Stand: April 2004


Jahr:

2004



Abstract:


Kleinwüchsige Menschen in Ausbildung und Beruf: Man schätzt, dass etwa 100.000 Personen kleinwüchsig, das heißt als Erwachsene zwischen 70 cm und 150 groß sind. Nach den Befunden einer von zwei Selbsthilfeverbänden durchgeführten Studie (BMA 2001), unterscheidet sich die schulische, berufliche und soziale Situation der befragten Kleinwüchsigen stärker von der schwerbehinderter Schüler, Auszubildender und Arbeitnehmer als vom Durchschnitt der normalwüchsigen Bevölkerung. Kennzeichnend dafür ist die hohe Akademikerquote, der geringe Anteil an Erwerbslosen, die hohe Arbeitszufriedenheit und die gute soziale Akzeptanz am Arbeitsplatz. Das Bildungsniveau der 324 Befragten war für eine berufliche Eingliederung günstig; so erreichten 25 Prozent das Abitur beziehungsweise das Fachabitur, 30 Prozent einen Realschulabschluss und 34 Prozent den Hauptschulabschluss. Der Abschluss der Schule für Lernbehinderte wird mit 5,2 Prozent angegeben, 2,1 Prozent waren ohne und 3, 7 Prozent mit sonstigem Abschluss.

Bei der beruflichen Erstausbildung dominierten mit 47,3 Prozent die Berufe im kaufmännischen Bereich und in der öffentlichen Verwaltung, wogegen der gewerblich-landwirtschaftliche Bereich nur mit 12,4 Prozent vertreten war; ein Studium an Universitäten und Fachhochschulen nahmen 13,1 Prozent auf. Trotzdem ergaben sich bei der Realisierung der Berufswünsche Probleme: Als Gründe für das Scheitern gaben 42 Prozent kleinwuchs-/ behinderungsbedingt an; eine Rolle spielten aber auch die Ablehnung durch den Ausbildungsbetrieb oder auch die unzureichende Einschätzung ihrer Eignung durch Schule und Berufsberatung.

Bei den Berufsfeldern der berufstätigen Kleinwüchsigen dominieren mit 33 Prozent die Büroberufe gefolgt von Tätigkeiten im pädagogisch-sozialen Bereich (Pädagogen und Psychologen, Sozialpädagogen und Erzieherinnen) mit 10 Prozent, dem Dienstleistungsbereich mit 5 Prozent, dem Medizin- und Gesundheitsbereich (Humanmediziner, Krankenschwester, Logopädin, Laborant) mit 3 Prozent, technischen und metallverarbeitenden Berufen mit ebenfalls 3 Prozent, Aushilfstätigkeiten mit 2,7 Prozent, Tätigkeiten in der Steuerung und industriellen Produktion sowie Datenverarbeitungsfachleute mit jeweils 2,5 Prozent.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Weitere Informationen zur beruflichen Rehabilitation bei Körperbehinderungen




Dokumentart:


Graue Literatur / Sammelwerksbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


Bundesagentur für Arbeit (BA)
Homepage: https://www.arbeitsagentur.de/veroeffentlichungen/veroeffent...

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Referenznummer:

VT0017


Informationsstand: 24.04.2007