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Bibliographische Angaben zur Publikation

DE-RENA - Rehabilitationsnachsorge mit einer Smartphone-App für depressive Patienten: Ergebnisse zur Akzeptanz und Wirksamkeit.

Vortrag auf dem 28. Rehabilitationswissenschaftlichen Kolloquium vom 15. bis 17. April 2019 in Berlin



Sammelwerk / Reihe:

Rehabilitation - Shaping healthcare for the future


Autor/in:

Schmädeke, Stefan; Kockler, T.; Olbrich, Dieter


Herausgeber/in:

Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)


Quelle:

Berlin: Eigenverlag, 2019, Seite 383-387


Jahr:

2019



Link(s):


Link zu dem Beitrag im Tagungsband (PDF, 3,4 MB).


Abstract:


Die Deutsche Rentenversicherung hebt in ihrem Rahmenkonzept zur Nachsorge die wachsende Bedeutung neue Medien hervor und definiert Voraussetzungen für die Vergütung von Tele-Reha-Nachsorge. Bislang liegen jedoch nur wenige Erfahrungen mit Internet- und Smartphone-unterstützten Nachsorgeleistungen in der Routine vor (Lin et al., 2013). In dem Vorgängerprojekt eATROS konnten Akzeptanz und Wirksamkeit von Smartphone-unterstützter Nachsorge nachgewiesen werden (Bischoff et al., 2014; Schmädeke et al., 2015). DE-RENA ist die technische Weiterentwicklung hin zu einer Nachsorge-App, die einen effi-zienten Einsatz in der Regelversorgung ermöglicht.

Ziel des Nachsorgeangebots DE-RENA ist es, Patienten und Patientinnen mit depressiven Störungen beim Schritt in den Alltag zu unterstützen, um Rückfällen vorzubeugen und die Nachhaltigkeit der Therapieerfolge zu steigern. Zentrales Element der DE-RENA Nachsorge ist die Tagesplanung und -bewertung mittels App unter Berücksichtigung der vom Patienten und der Patientin angestrebten Balance der Lebensbereiche. Die Patienten und Patientinnen werden in den sechs Monaten der App-Nachsorge telefonisch von Therapeuten und Therapeutinnen der Klinik begleitet.
Aktuell wird DE-RENA als DRV-gefördertes Modellprojekt in zwei psychosomatischen Reha-Kliniken (private Trägerschaft und DRV-Klinik) erprobt und hinsichtlich Akzeptanz, Umsetzbarkeit und Wirksamkeit untersucht. Das Projekt wird im März 2018 abgeschlossen sein.

Es werden drei Fragestellungen untersucht:
1. Gelingt es die Therapeuten und Therapeutinnen als Verordner und Verordnerinnen von Nachsorgeleistungen durch eine Schulung von der Sinnhaftigkeit von DE-RENA zu überzeugen?
2. Kann bei den Patienten und Patientinnen eine ausreichende Akzeptanz für DE-RENA aufgebaut werden?
3. Gelingt es den Teilnehmern und Teilnehmerinnen der DE-RENA Nachsorge ihre in der stationären Behandlung erreichten Therapieerfolge aufrecht zu erhalten bzw. zu verstetigen?

Die Ergebnisse belegen eine ausreichend gute Akzeptanz für das App unterstützte Nachsorgeangebot auf Seiten der Behandelnden sowie der Patienten und Patientinnen. Die aktuellen Zwischenergebnisse des bis März 2019 laufenden Projekts zeigen, dass die teilnehmenden Patienten und Patientinnen ihre in der stationären Behandlung erreichten Therapieerfolge in der DE-RENA Nachsorge aufrechterhalten und festigen können und ihr Fähigkeit zur Selbstregulation deutlich verbessern können.

Die Ergebnisse stimmen zuversichtlich, dass mit dem Nachsorgekonzept DE-RENA alle von der DRV formulierten Anforderungen an Tele-Reha-Nachsorge erfüllt werden können. Mit DE-RENA wurde auch für jene Patienten ein Nachsorgeangebot geschaffen, denen eine Teilnahme an der bestehenden Gruppennachsorge (PSY-RENA) aufgrund zu großer Entfernung oder Unvereinbarkeit mit dem beruflichen Alltag nicht möglich ist.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Sammelwerk '28. Rehabilitationswissenschaftliches Kolloquium: Rehabilitation - Shaping healthcare for the future'




Dokumentart:


Sammelwerksbeitrag / Forschungsergebnis / Online-Publikation




Bezugsmöglichkeit:


Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)
Bereich Reha-Wissenschaften/Reha-Kolloquium
Homepage: https://www.deutsche-rentenversicherung.de/Allgemein/de/Navi...
***Zu beziehen bei der Herausgeberin***



Referenznummer:

R/NV129788


Informationsstand: 27.06.2019

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