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Praxisbeispiel
Arbeits­platz­gestaltung für einen Verwaltungsangestellten

Wo lag die Herausforderung?

Dem Mann wurde der rechte Arm amputiert, weshalb er lernen musste mit seiner Linken umzugehen und er einen eingeschränkten Greifraum hat. An seinem Arbeitsplatz waren entsprechende Anpassungen nötig.

Was wurde gemacht?

Der Arbeitsplatz wurde zur behinderungsgerechten Gestaltung mit einer Software und Head-Set zur Spracheingabe, einer Tastatureingabehilfe, einem digitalen Diktiergerät und einem elektrischen Hefter sowie Locher zum Abheften der Berichte und Vermerke ausgestattet. Für den Außendienst nutzt er sein Auto mit Servolenkung und Lenkhilfe.

Schlagworte und weitere Informationen

Die behinderungsgerechte Gestaltung wurde vom Integrationsamt gefördert.
In REHADAT finden Sie auch die Adressen und Tel.-Nummern der Integrationsämter.

Arbeitgeber:

Der Arbeitgeber ist ein Amt für Umweltschutz und Abfallwirtschaft eines Landkreises.

Behinderung und Funktionseinschränkung des Mitarbeiters:

Nach einem Motorradunfall musste der rechte Arm des Mannes amputiert werden (Gliedmaßenverlust). Der eigentliche Rechtshänder musste lernen alle Tätigkeiten mit der linken Hand auszuführen. Er ist behinderungsbedingt nur noch eingeschränkt fähig Gegenstände im verminderten Greifraum zu erreichen und zu handhaben (z. B. zu halten). Der GdB (Grad der Behinderung) beträgt 60.

Beruf:

Der Mann arbeitet seit vielen Jahren als Verwaltungsangestellter beim Arbeitgeber.

Arbeitsplatz und Arbeitsaufgabe (Istzustand):

Der Mitarbeiter ist für die Überwachung der Wasserrechts- und Baurechtsbestimmungen sowie für die Überwachung der Landesbauordnung für Kleinbauten zuständig. Es handelt sich um eine Tätigkeit mit etwa 70 % im Außendienst und 30 % im Innendienst. Für den Innendienst steht ihm ein Büroarbeitsplatz mit:
- Schreibtisch mit Rollcontainer,
- Bürodrehstuhl,
- PC,
- Telefon mit Freisprecheinrichtung und
- Einhänderlineal
zur Verfügung.
Der Verwaltungsangestellte hat bei der Erstellung von schriftlichen Aktenvermerken und Berichten mit dem PC erhebliche Probleme bei der Tastaturbedienung. Durch die einhändige Tastaturbedienung kommt es zur einer einseitigen und langen Belastung des linken Armes, wobei das Arbeitstempo stark verlangsamt ist. Außerdem ist es ihm nicht möglich verschiedene erforderliche Tastenkombinationen der Tastatur zu betätigen.

Arbeitsplatz und Arbeitsaufgabe (Sollzustand):

Der Arbeitsplatz muss zur behinderungsgerechten Gestaltung mit:
- einer Software und Head-Set zur Spracheingabe für den PC,
- einer Tastatureingabehilfe zur Mehrfachtastenbedienung,
- einem digitalen Diktiergerät zum Festhalten von mündlichen Notizen (z. B. bei Besichtigungen im Außendienst), die später am PC durch eine Spracherkennung direkt in eine Text-Datei umgewandelt werden können und
- einem elektrischen Hefter sowie Locher zum Abheften der Berichte und Vermerke ausgestattet werden.

Arbeitsumgebung:

Für den Außendienst nutzt der Verwaltungsangestellte seinen für den Dienst zugelassenen Pkw mit Automatikgetriebe, Servolenkung und Lenkhilfe.

Eingesetzte Hilfsmittel - Anzeigen der Produkte:

Schlagworte

ICF-Items

Assessments - Verfahren und Merkmale zur Analyse und Bewertung

  • EFL - Handkoordination (rechts/links)
  • EFL - Handumwendebewegungen (rechts/links)
  • EFL - Schweregrad der Arbeit (Last/Herzfrequenz)
  • EFL - Tragen (rechte, linke Hand/vorne)
  • ERGOS - aktuelle tägliche Dauerleistungsfähigkeit (Last/Herzfrequenz)
  • ERGOS - Dreipunktgriff
  • ERGOS - Fingergeschicklichkeit
  • ERGOS - Handgeschicklichkeit
  • ERGOS - Handgreifkraft
  • ERGOS - Reichen
  • ERGOS - Schlüsselgreifkraft
  • ERGOS - Tragen
  • IMBA - Arbeitszeit
  • IMBA - Armbewegungen
  • IMBA - Feinmotorik (Hand- und Fingergeschicklichkeit)
  • IMBA - Hand-/Fingerbewegungen
  • IMBA - physische Ausdauer (Last/Herz-Lungensystem)
  • IMBA - Tragen
  • MELBA - Feinmotorik

Referenznummer:

R/PB5314


Informationsstand: 13.09.2005