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Bibliographische Angaben zur Publikation

Nutzung ausgewählter Hilfsmittel durch Laryngektomierte


Autor/in:

Singer, Susanne; Meyer, A.; Kienast, U. [u. a.]


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

Die Rehabilitation, 2007, 46. Jahrgang (Heft 6), Seite 356-362, Stuttgart: Thieme, ISSN: 0034-3536


Jahr:

2007



Abstract:


Ziel der Studie:

Die Studie geht folgenden Fragen nach: Wie viele Laryngektomierte nutzen welche Hilfsmittel wie häufig? Welche Hilfsmittel vermissen die Patienten? Mit welcher Ersatzstimme lassen sich die besten Stimmresultate erzielen?

Methodik:

Es wurden 218 Patienten, die an sechs HNO-Kliniken Mitteldeutschlands während der letzten 25 Jahre laryngektomiert wurden, persönlich aufgesucht und befragt. Dabei kamen Fragen aus dem Fragebogen zur Psychosozialen Anpassung nach Laryngektomie (FPAL) aus dem Lebensqualitätsfragebogen der European Organisation for Research and Treatment of Cancer (EORTC QLQ-H&N35) zum Einsatz. Die Sprachverständlichkeit wurde mit dem Postlaryngektomie-Telefon-Verständlichkeitstest (PLTT) gemessen.

Ergebnisse:

Das häufigste Kommunikationsmittel ist die Ruktusstimme, nur 20 Prozent verwenden regelmäßig eine Prothesenstimme. Elektronische Sprechhilfen werden ebenfalls nur von 15 Prozent der Patienten oft genutzt. Schutztücher werden von 87 Prozent der Laryngektomierten verwendet, Inhalationsgeräte von 82 Prozent. Die Patienten vermissen vor allem Hilfsmittel zur Kommunikation und zum Tracheostomaschutz, aber auch zum Duschen und Schwimmen. Die Sprachverständlichkeit ist am höchsten bei den Prothesensprechern. Die gesundheitsbezogene Lebensqualität hängt nur schwach mit der Hilfsmittelnutzung zusammen.

Schlussfolgerung:

Insgesamt gesehen kann die Hilfsmittelversorgung der Laryngektomierten als gut bezeichnet werden, wenn auch nicht als optimal. Problematisch ist, dass 15, 5 Prozent der Patienten keine geeignete Ersatzstimme erlernt haben, dass Hilfsmittel vermisst werden, die eigentlich erhältlich sind, und dass einige Patienten für Tracheostomapflege und -schutz nicht ausreichend sorgen. Hier kann im Arzt-Patienten-Gespräch weitere Aufklärung sinnvoll sein.


Weitere Informationen:


Englisches Abstract:

Use of Adaptive Devices by Laryngectomees


Abstract:


Aims:

This study is directed at the following questions: How many laryngectomees are using which adaptive devices how often? Which devices are they lacking? Which alaryngeal voice has the best results in terms of intelligibility?

Methods:

218 patients operated on in six ENT-clinics in Eastern Germany over the last 25 years were interviewed in person. Items from a German questionnaire for psychosocial adjustment after laryngectomy (FPAL) and from the quality of life questionnaire EORTC QLQ-H&N35 were used. Voice intelligibility was measured by an objective test, the Postlaryngectomy-Telephone-Intelligibility-Test (PLTT).

Results:

The most common communication method in this group is the esophageal voice, only 20 percent use voice protheses regularly, and 15 percent of the patients use electronic devices. 87 percent of the laryngectomees wear scarves to protect their stoma, and 82 percent use inhalers. Several patients lack tools for communication, some for protection of the tracheostoma and others devices for showering and swimming. The best speech results are gained with voice protheses. Health related Quality of Life shows only poor correlation with the use of adaptive devices.

Conclusion:

In general the health care for laryngectomees in terms of device use can be seen as relatively good but not as optimal. Problematic is the fact that 15.5 percent of the patients could not acquire an adequate voice, that some devices are missed by patients despite the fact that they are available for purchase, and that some patients do not care for their tracheostoma. It could be useful to consider these findings within medical consultations.


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Hilfsmittel für Laryngektomierte




Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Die Rehabilitation - Zeitschrift für Praxis und Forschung in der Rehabilitation
Homepage: https://www.thieme.de/de/rehabilitation/profil-1887.htm

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0063/6484


Informationsstand: 08.02.2008

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