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Angaben zum Praxisbeispiel

DHL Global Forwarding GmbH - Arbeitsplatzgestaltung für einen Abteilungsleiter mit starker Sehbehinderung

Arbeitgeber:

Deutsche Post DHL Group ist eines der weltweit führenden Unternehmen für Logistik und Briefkommunikation. Die Gruppe konzentriert sich darauf, in ihren Kerngeschäftsfeldern weltweit die erste Wahl für Kunden, Arbeitnehmer und Investoren zu sein. Sie verbindet Menschen, ermöglicht den globalen Handel und leistet mit verantwortungsvollem unternehmerischen Handeln, gezielten Umweltschutzmaßnahmen und Corporate Citizenship einen positiven Beitrag für die Welt.
Deutsche Post DHL Group vereint zwei starke Marken: Deutsche Post ist Europas führender Postdienstleister, während DHL in den weltweiten Wachstumsmärkten ein umfangreiches Serviceportfolio in den Bereichen internationaler Expressversand, Frachttransport, E-Commerce und Supply-Chain-Management repräsentiert.
Deutsche Post DHL Group beschäftigt mehr als 500.000 Mitarbeiter in über 220 Ländern und Territorien weltweit.

Behinderung und Funktionseinschränkung des Mitarbeiters:

Der Mann hat eine Sehbehinderung. Seine Restsehfähigkeit beträgt auf dem linken Auge 3% und auf dem rechten Auge 50%. Er kann optische Informationen (Schrift, Symbole usw.) nur eingeschränkt wahrnehmen. Bei einer betriebsärztlichen Untersuchung wurde die Notwendigkeit einer sehbehinderungsgerechten Arbeitsplatzgestaltung festgestellt. Zudem hat er ein organisches Nervenleiden mit Gleichgewichtsstörungen. Der Mann hat einen GdB (Grad der Behinderung) von 60.

Ausbildung und Beruf:

Der gelernte Speditionskaufmann arbeitet als Abteilungsleiter für die DHL Global Forwarding GmbH im Bereich Seefracht Import in Nürnberg.

Arbeitsplatz und Arbeitsaufgabe:

Der Abteilungsleiter arbeitet an einem Bildschirmarbeitsplatz in einem Büro (vgl. Bild). An seinem Bildschirmarbeitsplatz bearbeitet er z. B. die EDV-gestützte Auftragserfassung, führt Ertragskontrollen durch, überwacht Kreditlimits und ist zuständig für die Korrespondenz mit den Kunden. Zum Ausgleich der Sehbehinderung wurde eine spezielle Software installiert, die die Inhalte auf einem 27,5 Zoll Flachbild- bzw. Großbildschirm vergrößert und kontrastreicher darstellen kann. Bei der Installation der Vergrößerungssoftware mussten die besonderen Bestimmungen und Vorschriften des Unternehmens berücksichtigt werden, um die Sicherheit der Daten und des Netzwerkes zu gewährleisten. Neben der Software und dem Großbildschirm wurde dem Abteilungsleiter auch eine Großschrift-Kontrast-Tastatur zur Verfügung gestellt. Zur Vergrößerung von Schriftstücken in Papierformat nutzt er ein Handkamera-Lesegerät bzw. mobiles Bildschirmlesegerät. Das leicht zu transportierende Handkamera-Lesegerät kann auch zu Besprechungen mitgenommen oder an anderen Arbeitsplätzen eingesetzt werden.
Welche Hilfsmittel eingesetzt werden konnten, wurde vor Ort mit Hilfe des Integrationsfachdienstes für blinde und sehbehinderte Menschen festgestellt. Die eigentliche Bereitstellung, Inbetriebnahme und Unterweisung erfolgte dann durch den Hersteller der Hilfsmittel.
Durch den Hilfsmitteleinsatz werden die behinderungsbedingten Einschränkungen des Abteilungsleiters ausgeglichen, so dass er die Tätigkeit selbständig, quantitativ und qualitativ ausüben kann.

Eingesetzte Hilfsmittel - Anzeigen der Produkte:


Förderung und Mitwirkung:

Die Arbeitsplatzgestaltung wurde zu 50% vom Integrationsamt gefördert. Die Koordination der Maßnahme sowie die Kontaktherstellung zum Integrationsamt erfolgte über die Health Managerin. Der Kontakt zum Fachdienst für blinde und sehbehinderte Menschen wurde durch den Vorgesetzten im Anschluss an die betriebsärztliche Untersuchung hergestellt. Der Fachdienst für blinde und sehbehinderte Menschen begleitete dabei beratend die Maßnahme.
In REHADAT finden Sie auch die Adressen und Tel.-Nummern der Integrationsämter.



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Referenznummer:

Pb/110673



Informationsstand: 29.05.2018