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Praxisbeispiel
Arbeits­platz­gestaltung für einen Büromitarbeiter in einer Agentur

Wo lag die Herausforderung?

Auf Grund des Verschleißes der Wirbelsäule des Mannes, sollen statische Körperhaltungen (gebeugte Kopfhaltung) vermieden werden. Da der Mann überwiegend sitzend an einem Bildschirmarbeitsplatz arbeitet, an dem eine solche Haltung nicht vermieden werden kann, muss der Arbeitsplatz angepasst werden.

Was wurde gemacht?

Um eine ergonomische Arbeitshaltung zu schaffen wurden ein höhenverstellbarer Arbeitstisch mit einem Konzepthalter und ein Stehpult mit geneigter Arbeitsfläche angeschafft. So wird eine dauerhafte Neigung des Kopfes vermieden.

Schlagworte und weitere Informationen

Die Arbeitsgestaltung wurde von der Arbeitsagentur gefördert.
In REHADAT finden Sie auch die Adressen und Tel.-Nummern der Arbeitsagenturen.

Arbeitgeber:

Der Arbeitgeber ist eine Agentur.

Behinderung und Funktionseinschränkung des Mitarbeiters:

Der Mann sollte durch den starken Verschleiß der Halswirbelsäule nicht für eine Tätigkeit eingesetzt werden, die eine dauerhafte Einnahme einer statischen Körperhaltung (gebeugte Kopfhaltung) erfordert. Erkrankungsbedingt ist er teilweise gezwungen mit einer Halskrause (Stützvorrichtung für die Halswirbelsäule) zu arbeiten.

Arbeitsplatz und Arbeitsaufgabe (Istzustand):

Der Mann arbeitet überwiegend sitzend an einem Bildschirmarbeitsplatz in einem Büro. Der Hauptanteil seiner Tätigkeit liegt in der Vorbereitung von Berichten und Presseveröffentlichungen am PC. Diese bereitet er gelegentlich handschriftlich auf und macht sich Notizen. Als Quellen benötigt er zahlreiches Infomaterial aus den unterschiedlichen Abteilungen, das auf dem Schreibtisch griffbereit angeordnet wird. Die Ausübung der Tätigkeit erfolgt überwiegend mit einer nach vorne geneigten Kopfhaltung, was behinderungsbedingt vermieden werden sollte.

Arbeitsplatz und Arbeitsaufgabe (Sollzustand):

Durch den Einsatz eines höhenverstellbareren Arbeitstisches für den PC mit einem Konzepthalter zur Positionierung der Belege im optimalen Sehraum und eines Stehpultes mit einer geneigten Arbeitsfläche, wird eine ergonomische Arbeitshaltung bzw. Kopfhaltung erreicht. Das Stehpult mit geneigter Arbeitsfläche wird dabei vom Mitarbeiter für handschriftliche Arbeiten (Berichte und Notizen) benutzt.
Durch den Einsatz der Hilfsmittel wird eine optimale veränderbare Arbeitshaltung erreicht. Eine starke sowie dauerhafte Neigung des Kopfes wird verhindert und die Halswirbelsäule sowie Rücken werden entlastet.

Eingesetzte Hilfsmittel - Anzeigen der Produkte:

ICF-Items

Assessments - Verfahren und Merkmale zur Analyse und Bewertung

  • EFL - Schweregrad der Arbeit (Last/Herzfrequenz)
  • ERGOS - aktuelle tägliche Dauerleistungsfähigkeit (Last/Herzfrequenz)
  • ERGOS - Bücken
  • IMBA - Arbeitszeit
  • IMBA - Geneigt/Gebückt
  • IMBA - Kopf-/Halsbewegungen
  • IMBA - physische Ausdauer (Last/Herz-Lungensystem)
  • IMBA - Rumpfbewegungen (Bücken/Aufrichten)

Referenznummer:

R/PB2643


Informationsstand: 30.09.2009