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Hörgeräte

Hörgeräte sollen das Hörvermögen verbessern. Dabei wird zwischen zwei Gruppen unterschieden:

  1. Hinter-dem-Ohr Geräte (HdO) trägt man hinter der Ohrmuschel. Sie verstärken den Schall in den äußeren Gehörgängen. Da der Gehörgang offen ist, entsteht ein natürliches Hörgefühl und eine gute Belüftung des Ohres. Zudem ist meist eine Schnittstelle zu Telefonen oder FM-Anlagen vorhanden. Diese Geräte eignen sich bei hochgradiger Hörminderung.
  2. Im-Ohr Geräte (IdO) sitzen vollständig in der Ohrmuschel und im Gehörgang. Sie sind kaum erkennbar und stellen kein Problem für Menschen mit Brille dar. Zudem bieten sie ein gutes Richtungshören sowie einen natürlichen Klang. Durch die unterschiedlichen Ohrformen müssen die Geräte jedoch individuell angefertigt werden und es besteht das Risiko einer Gehörgangsverstopfung. Diese Geräte sind bei leichter bis mittlerer Hörminderung geeignet. 

Hier finden Sie nur einen exemplarischen Auszug aus dem Hörgerätemarkt. Eine größere Übersicht finden Sie im GKV-Hilfsmittelverzeichnis in der Produktgruppe 13.

Heutige Geräte arbeiten digital: Der per Mikrofon aufgenommene Schall wird in ein digitales Signal umgewandelt und verstärkt. Schließlich überträgt ein Lautsprecher den verstärkten Schall über ein Ohrpassstück an das Trommelfell. Hörgeräte benötigen Batterien, selten werden sie mit Akkus angeboten.

Bei der Versorgung mit Hörgeräten spielt die Anpassung durch den Hörgeräteakustiker oder die Hörakustikerin eine wesentliche Rolle. Diese führen audiologische Messungen durch, stellen passende Geräte individuell auf den Hörverlust ein und bieten sie zur Erprobung im Alltag an.

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