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Praxisbeispiel
Arbeits­platz­gestaltung für drei Mitarbeiter in der Qualitätssicherung

Wo lag die Herausforderung?

Die drei schwerbehinderten Beschäftigten können aufgrund ihrer Behinderungen nicht schwer heben sowie tragen und müssen gewisse Körperhaltungen vermeiden. An ihren Arbeitsplätzen waren entsprechende Hilfsmittel nötig.

Was wurde gemacht?

Da die Beschäftigten an ihren bisherigen Arbeitsplätzen behinderungsbedingt nicht mehr einsetzbar sind, wird für sie ein neuer Arbeitsplatz eingerichtet. Um einen problemlosen Einsatz zu ermöglichen,hat der Arbeitgeber eine teilautomatisierte Blechsortieranlage angeschafft. Die zu sortierenden und zu prüfenden Blechpakete werden per Kran auf einem Hubtisch abgesetzt und dort ausgepackt. Mittels eines Vakuumhebers hebt der Mitarbeiter nun die einzelnen Blechtafeln an.

Schlagworte und weitere Informationen

Die behinderungsgerechte Gestaltung wurde von dem Integrationsamt zu 45% gefördert.
In REHADAT finden Sie auch die Adresse und Tel.-Nr. der Integrationsämter.

Arbeitgeber:

Der Arbeitgeber stellt mit seinen 1.235 Mitarbeitern Bauelemente her und betreibt eine Bandverzinkungsanlage für die Produktion von verzinkten Feinblechtafeln.

1. Schwerbehinderter Mitarbeiter

Behinderung und Funktionseinschränkung:

Der Mann ist geistig behindert. Aufgrund seiner Behinderung hat er Einschränkungen beim Lernen und Merken - weshalb ihm komplexe Arbeitsabläufe Probleme bereiten. Außerdem hat er eine Armbehinderung, die zu einer Einschränkung beim manuellen Lastentransport führt. Der Mann kann körperlich anstrengende Arbeiten nicht mehr verrichten. Der GdB (Grad der Behinderung) beträgt 80. Sein Schwerbehindertenausweis enthält das Merkzeichen G.

Ausbildung und Beruf:

Der Mann hat keinen Beruf erlernt und arbeitet seit vielen Jahren beim Arbeitgeber.

2. Schwerbehinderter Mitarbeiter

Behinderung und Funktionseinschränkung:

Der Mann hat eine Wirbelsäulen- und Herzerkrankung. Behinderungsbedingt kann er nur eingeschränkt für Tätigkeiten eingesetzt werden, die häufiges Bücken und den manuellen Transport von Lasten erfordern. Der Mann kann körperlich anstrengende Arbeiten nicht mehr verrichten. Der Grad der Behinderung beträgt 60 (GdB 60).

Ausbildung und Beruf:

Der Mann hat keinen Beruf erlernt. Seit 28 Jahren ist er beim Arbeitgeber beschäftigt.

3. Schwerbehinderter Mitarbeiter

Behinderung und Funktionseinschränkung:

Der Mann hat eine Wirbelsäulenerkrankung und eine Kniegelenkschädigung. Bei der Ausübung seiner Tätigkeit müssen statische Arbeitshaltungen sowie Tätigkeiten in hockender und kniender Körperhaltung vermieden werden. Der Mann kann körperlich anstrengende Arbeiten nicht mehr verrichten. Der Grad der Behinderung beträgt 50 (GdB 50).

Ausbildung und Beruf:

Der Mann hat keinen Beruf erlernt. Seit 8 Jahren ist er beim Arbeitgeber beschäftigt.

Arbeitsplatz und Arbeitsaufgabe:

Da die Mitarbeiter an ihren bisherigen Arbeitsplätzen behinderungsbedingt nicht mehr einsetzbar sind, wird für sie ein neuer Arbeitsplatz eingerichtet. Um die Reklamationsquote in der Blechtafelproduktion zu senken, beabsichtigt der Arbeitgeber, die Kontrollen im Werk auszuweiten. So ist vorgesehen, dass Blechtafeln schon beim Verdacht auf Fertigungsfehler oder bei Störungen im Produktionsprozess großzügig ausgesondert und einer erneuten Sichtprüfung unterzogen werden sollen. Der Umfang der Nachprüfungen wird hierdurch wesentlich zunehmen. Um einen problemlosen Einsatz der Mitarbeiter an diesem Arbeitsplatz zu ermöglichen, beabsichtigt der Arbeitgeber eine teilautomatisierte Blechsortieranlage zu erwerben. Die zu sortierenden und zu prüfenden Blechpakete werden per Kran auf einem Hubtisch abgesetzt und dort ausgepackt. Auch die im Betrieb schon aussortierten Bleche werden für den innerbetrieblichen Transport verpackt. Mittels eines Vakuumhebers hebt der Mitarbeiter nun die einzelnen Blechtafeln an, um auch die Unterseite der Tafel begutachten zu können. Anschließend werden die Tafeln nach Güteklassen sortiert und abgestapelt.

Eingesetzte Hilfsmittel - Anzeigen der Produkte:

Schlagworte

ICF-Items

Assessments - Verfahren und Merkmale zur Analyse und Bewertung

  • EFL - Handkoordination (rechts/links)
  • EFL - Handumwendebewegungen (rechts/links)
  • EFL - Heben (Boden zur Taillenhöhe/Taillen- zur Kopfhöhe/horizontal)
  • EFL - Knien
  • EFL - Schweregrad der Arbeit (Last/Herzfrequenz)
  • EFL - Tragen (rechte, linke Hand/vorne)
  • EFL - wiederholte Kniebeugen
  • ERGOS - aktuelle tägliche Dauerleistungsfähigkeit (Last/Herzfrequenz)
  • ERGOS - Bücken
  • ERGOS - Dreipunktgriff
  • ERGOS - Fingergeschicklichkeit
  • ERGOS - Handgeschicklichkeit
  • ERGOS - Handgreifkraft
  • ERGOS - Hocken
  • ERGOS - Knien
  • ERGOS - Reichen
  • ERGOS - Schlüsselgreifkraft
  • ERGOS - statisches/dynamisches Heben
  • ERGOS - Tragen
  • IMBA - Arbeitsplanung
  • IMBA - Arbeitszeit
  • IMBA - Armbewegungen
  • IMBA - Auffassung
  • IMBA - Feinmotorik (Hand- und Fingergeschicklichkeit)
  • IMBA - Geneigt/Gebückt
  • IMBA - Hand-/Fingerbewegungen
  • IMBA - Heben
  • IMBA - Knien/Hocken
  • IMBA - Lernen/Merken
  • IMBA - physische Ausdauer (Last/Herz-Lungensystem)
  • IMBA - Problemlösen
  • IMBA - Rumpfbewegungen (Bücken/Aufrichten)
  • IMBA - Tragen
  • IMBA - Vorstellung (Vorstellungsvermögen)
  • MELBA - Arbeitsplanung
  • MELBA - Auffassung
  • MELBA - Feinmotorik
  • MELBA - Lernen/Merken
  • MELBA - Problemlösen
  • MELBA - Vorstellung (Vorstellungsvermögen)

Referenznummer:

R/PB5197


Informationsstand: 05.02.2007