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Angaben zum Praxisbeispiel

Arbeitsplatzgestaltung in einer Werkstatt für behinderte Menschen

Arbeitgeber:

Der Arbeitgeber ist eine Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM). In der Werkstatt arbeiten ca. 400 Menschen mit Behinderungen, die von dem hauptamtlichen Personal (Sozialarbeiter, Gruppenleiter usw.) betreut werden.
In REHADAT finden Sie auch Adressen von und Literatur über Werkstätten für behinderte Menschen.

Behinderung und Funktionseinschränkung der Mitarbeiterin:

Die Frau ist kleinwüchsig, bei einer Körpergröße von 96 cm und einem Gewicht von 30 kg. Außerdem hat sie eine Wirbelsäulenerkrankung und ist gehbehindert. Sie ist auf die ständige Nutzung eines Rollstuhls angewiesen. Behinderungsbedingt sind ihre Mobilität und ihr Greifraum eingeschränkt. Der GdB (Grad der Behinderung) beträgt 100. Ihr Schwerbehindertenausweis enthält die Merkzeichen B, G, aG, H und RF.

Beruf:

Die Frau arbeitet seit vielen Jahren in der WfbM hauptamtlich als Buchhalterin.
In REHADAT finden Sie auch Einrichtungen, die behinderte Menschen in Verwaltungs- sowie kaufmännischen Berufen ausbilden.

Arbeitsplatz (Istzustand):

Die Buchhalterin arbeitet an einem üblichen Bildschirmarbeitsplatz mit unterfahrbarem Arbeitstisch in einem Büro. Der Bildschirmarbeitsplatz ist nicht ausreichend auf den eingeschränkten Greifraum der Buchhalterin bzw. kleinwüchsigen Rollstuhlfahrerin abgestimmt. Außerdem muss sie sich den vorhandenen PC und die handelsüblichen Eingabehilfen, wie Maus und Tastatur, mit Kollegen teilen. Strecken am Arbeitsplatz legt die Buchhalterin mit einem 10 Jahre alten Elektrorollstuhl zurück, der teilweise an ihre Behinderung angepasst wurde. Der Elektrorollstuhl ist bedingt durch sein Alter sehr reparaturanfällig.

Arbeitsplatz (Sollzustand):

Die Buchhalterin benötigt einen neuen Elektrorollstuhl, damit sie sich selbständig innerhalb der Büros und der Werkstatt bewegen kann. Der Elektrorollstuhl muss eine Sitz- bzw. Liftfunktion besitzen. Die Liftfunktion ermöglicht der kleinwüchsigen Buchhalterin ein selbständiges umsetzen auf die Sitzfläche des Rollstuhles. Außerdem versetzt sie die Liftfunktion in die Lage Gegenstände zu erreichen, die eigentlich außerhalb ihres Greifraumes liegen (Lichtschalter, Türgriffe, Ablagen usw.).
Die Mitarbeiterin benötigt, damit sie selbständig ihre Arbeitsaufgaben erfüllen kann, einen eigenen PC, inkl. Software, Bildschirm und einen Laserdrucker. Sie benötigt behinderungsbedingt zusätzlich, zum Eingeben der Daten eine Kleinfeldtastatur und zum Steuern des Computers einen GlidePoint (Mausersatz), da sie durch den eingeschränkten Greifraum und ihre sehr kurzen Finger die handelsüblichen Eingabehilfen nicht nutzen kann.

Eingesetzte Hilfsmittel - Anzeigen der Produkte:


Förderung:

Die behinderungsgerechte Gestaltung wurde zu 100 % von dem Integrationsamt gefördert.
In REHADAT finden Sie auch die Adresse und Tel.- Nummer der Integrationsämter.



Schlagworte und weitere Informationen

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  • Teilhabe am Arbeitsleben /
  • Touchpad /
  • Umgebungseinflüsse, Sicherheit und Belastungen /
  • Werkstatt für behinderte Menschen /
  • Wirbelsäule

  • EFL - Gehen /
  • EFL - Schweregrad der Arbeit (Last/Herzfrequenz) /
  • EFL - Stehen (längeres/vorgeneigt/Rotation) /
  • ERGOS - Laufen (Gehen) /
  • ERGOS - Reichen /
  • ERGOS - Stehen /
  • ERGOS - aktuelle tägliche Dauerleistungsfähigkeit (Last/Herzfrequenz) /
  • IMBA - Armbewegungen /
  • IMBA - Gehen/Steigen /
  • IMBA - Stehen /
  • IMBA - physische Ausdauer (Last/Herz-Lungensystem)


Referenznummer:

R/PB5127



Informationsstand: 23.07.2008