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Angaben zum Praxisbeispiel

Arbeitsplatzgestaltung in der Lebensmittelproduktion

Arbeitgeber:

Der Arbeitgeber ist ein Lebensmittelproduzent.

Behinderung und Funktionseinschränkung des Mitarbeiters:

Der Mann hat eine Schädigung der Hals- und Lendenwirbelsäule in Folge eines privaten Unfalls. Durch diese Behinderung ist er nicht mehr in der Lage Lasten dauerhaft in bestimmten Körperhaltungen (z. B. gebückt oder vorgebeugt) zu heben, halten oder tragen. Der GdB (Grad der Behinderung) beträgt 40. Er wurde von der Arbeitsagentur mit schwerbehinderten Menschen gleichgestellt.

Beruf:

Der Mann arbeitet als Springer in der Firma, ca. 70% seiner Arbeitszeit ist er als Packer tätig.

Arbeitsplatz und Arbeitsaufgabe:

Aufgabe der Packer ist es, Produkte in Kisten zu sortieren. Die Kisten dann per Hand auf Paletten zu stapeln und sie von dort aus in das Warenausgangslager zu transportieren. Behinderungsbedingt ist es dem Mitarbeiter nicht mehr möglich dauerhaft diese Hebe- und Tragearbeiten durchzuführen.
In Zusammenarbeit mit dem technischen Berater des Integrations- bzw. Inklusionsamtes wurde eine zweite Abpackstraße mit Abpackstationen geplant. An einer Abpackstation davon soll der Mitarbeiter eingesetzt werden. Bei der Abpackstation handelt es sich um eine Abpackstation für Müslibeutel, die dort auch etikettiert werden. Der über Eck angeordnete Arbeitsplatz besteht aus einem ergonomischen Stuhl und zwei höhenverstellbaren Tischen, auf denen der Etikettierer, die Heißprägemaschine und die Linearwaage stehen. Er bietet die Möglichkeit stehend oder sitzend zu arbeiten.

Arbeitsablauf:

Der Mann erhält die Leerbeutel von einem Packer in einem Karton, entnimmt sie und legt sie in den Etikettierer, der über eine Fotozelle gesteuert wird und die Beutel mit einem Selbstklebeetikett versieht. Anschließend wird den Beuteln das Haltbarkeitsdatum an der Heißprägemaschine eingestempelt. Danach werden die Beutel am Befüllstutzen abgefüllt. Nach dem Füllvorgang werden die Beutel gewogen, luftdicht verschweißt und auf einem Sammeltisch zwischengelagert.

Eingesetzte Hilfsmittel - Anzeigen der Produkte:


Förderung:

Die Arbeitsgestaltung wurde vom Integrations- bzw. Inklusionsamt gefördert.
In REHADAT finden Sie auch die Adressen und Tel.-Nr. der Integrations- bzw. Inklusionsämter.



Schlagworte und weitere Informationen

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  • EFL - Heben (Boden zur Taillenhöhe/Taillen- zur Kopfhöhe/horizontal) /
  • EFL - Schweregrad der Arbeit (Last/Herzfrequenz) /
  • EFL - Tragen (rechte, linke Hand/vorne) /
  • ERGOS - Bücken /
  • ERGOS - Tragen /
  • ERGOS - aktuelle tägliche Dauerleistungsfähigkeit (Last/Herzfrequenz) /
  • ERGOS - statisches/dynamisches Heben /
  • IMBA - Arbeitszeit /
  • IMBA - Geneigt/Gebückt /
  • IMBA - Heben /
  • IMBA - Rumpfbewegungen (Bücken/Aufrichten) /
  • IMBA - Tragen /
  • IMBA - physische Ausdauer (Last/Herz-Lungensystem)


Referenznummer:

R/PB2736



Informationsstand: 06.10.2009