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Angaben zum Praxisbeispiel

Gestaltung eines Arbeitsplatzes für einen Lageristen mit einer Sehbehinderung bei einem Chemieunternehmen

Arbeitgeber:

Der Arbeitgeber ist ein mittelständisches Chemieunternehmen.

Behinderung und Funktionseinschränkung des Mitarbeiters:

Der Mann hat eine Sehbehinderung, die zu einer Verringerung des Sehvermögens führt. Er trägt deshalb zum Ausgleich eine Brille. Trotz Brille kommt es aber bei längerer Bildschirmarbeit zu Seheinschränkungen. Der GdB (Grad der Behinderung) beträgt 40.

Ausbildung und Beruf:

Der Mann hat eine Ausbildung als Dreher (Zerspanungsmechaniker) absolviert. Beim Arbeitgeber ist er als Lagerist beschäftigt.

Arbeitsplatz und Arbeitsumgebung:

Der Mitarbeiter arbeitet im Lagerbereich des Unternehmens. An seinem dortigen Bildschirmarbeitsplatz zur Lagerverwaltung steht ihm ein PC mit Software zur Vergrößerung und kontrastreicheren Darstellung der Bildschirminhalte auf einem Großbildschirm zur Verfügung. Der Großbildschirm ist an einem Monitorschwenkarm installiert, so dass der Mitarbeiter bei der Bildschirmarbeit zur Lagerverwaltung einen optimalen Sehabstand, bei einer ergonomischen Arbeitshaltung, einnehmen kann. Präventiv wird so auch einer Erkrankung der Wirbelsäule vorgebeugt. Die überwiegend kleinen und leichten Waren (Werkzeuge, Verbindungs- und Klebematerial, Schrauben, Muttern usw.) werden in Regalen, Sichtlagerkästen und Werkzeugschränken ein- und ausgelagert. Zur Mengenbestimmung nutzt der Mitarbeiter im Lager eine Zählwaage mit einer digitalen bzw. ausreichend großen LED-Anzeige, bei der die Hintergrundfarbe zur besseren kontrastreicheren Darstellung verändert werden kann. An einigen Stellen im Lagerbereich ist eine bessere Ausleuchtung durch die Deckenbeleuchtung technisch nicht möglich. Der Mitarbeiter benötigt aber behinderungsbedingt eine erhöhte bzw. gute Beleuchtung zum Ein- und Auslagern. In den speziellen Fällen nutzt er dann eine Taschenlampe mit einer breiten und gleichmäßigen Ausleuchtung, die er variabel nach Bedarf einsetzen kann.

Eingesetzte Hilfsmittel - Anzeigen der Produkte:


Förderung und Mitwirkung:

Die behinderungsgerechte Gestaltung wurde vom Integrationsamt gefördert. Die Beratung erfolgte dabei durch den Fachdienst für sehbehinderte und blinde Menschen des Integrationsamtes.
In REHADAT finden Sie auch die Adressen und Tel.- Nummern der Integrationsämter und Fachdienste für sehbehinderte und blinde Menschen.



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Referenznummer:

R/PB5334



Informationsstand: 29.05.2018