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Praxisbeispiel
Arbeits­platz­gestaltung für einen Verwaltungsangestellten

Wo lag die Herausforderung?

Der Mann hat eine Dysmelie des linken Arms, wodurch er Gegenstände schwieriger Handhaben kann und einen eingeschränkten Greifraum hat. Am Arbeitsplatz waren entsprechende Anpassungen nötig.

Was wurde gemacht?

Der Arbeitsplatz wurde mit ergonomischen Büromöbeln ausgestattet. Sein PC wurde mit einem Spracherkennungssystem ausgestattet, um selbst Texte eingeben zu können. Den PC steuert er mit Hilfe einer Einhandtastatur und ihm wurde ein Konzepthalter zur Verfügung gestellt.

Schlagworte und weitere Informationen

Die behinderungsgerechte Gestaltung wurde von dem Integrationsamt gefördert. In REHADAT finden Sie auch die Adresse und Tel.-Nr. der Integrationsämter.

Arbeitgeber:

Der Arbeitgeber ist eine Kirchengemeinde.

Behinderung und Funktionseinschränkung des Mitarbeiters:

Der Mann hat einen verkürzten linken Arm mit einer nicht gebrauchsfähigen Hand (Dysmelie). Die Arm- und Handbehinderung bzw. Gliedmaßenfehlbildung führt zu einer Einschränkung beim Handhaben sowie Greifen und zusätzlich auch zu einer Einschränkung des Greifraumes. Der Grad der Behinderung beträgt 60 (GdB 60).

Ausbildung und Beruf:

Der Mann ist Industriekaufmann und arbeitet als Verwaltungsangestellter bei seinem Arbeitgeber.

Arbeitsplatz und Arbeitsaufgabe (Istzustand):

Der Verwaltungsangestellte arbeitet an einem Bildschirmarbeitsplatz, an dem er Texte mit einer üblichen Tastatur (unter starken Belastungen) am PC erstellt. Der Arbeitsraum ist als Einzelarbeitsplatz für den Mitarbeiter ausreichend und erfüllt die ergonomischen sowie bautechnischen Vorgaben bezüglich Raumgröße, Zugängigkeit und Beleuchtung. Der Arbeitstisch und Arbeitsstuhl sind zwar höhenverstellbar, ermöglichen jedoch nicht einen einfachen Wechsel der Arbeitshaltung.

Arbeitsplatz und Arbeitsaufgabe (Sollzustand):

Der Mitarbeiter benötigt eine elektrisch höhenverstellbare Schreibtisch-Winkelkombination mit einem Besucherrondell mit ausreichender Stellfläche für Monitor, Tastatur sowie Maus und neigbarer Funktionsfläche. Außerdem benötigt er einen leicht höhenverstellbaren Arbeitsstuhl. Da der Mitarbeiter überwiegend mit der Erstellung von Texten am PC beschäftigt ist, sollte behinderungsbedingt ergänzend ein Spracherkennungssystem (als Eingabehilfe) eingesetzt werden. Zur weiteren Unterstützung der Texteingabe und zur Steuerung des Computers benötigt er zusätzlich eine Einhandtastatur, die er komplett mit der rechten Hand bedienen kann. Wegen der ständigen Blickkontaktaufnahme mit dem Bildschirm, wird ein flimmerfreier Flachbildschirm eingesetzt. Zweckmäßig ist für die Schreibtätigkeit am PC auch der Einsatz eines Konzepthalters mit Zeilenführung und Beleuchtung.

Arbeitsumgebung (Istzustand):

Im Sanitärbereich befinden sich nur Papiertücher zum Abtrocknen der Hände. Da der Mitarbeiter nur eine funktionsfähige Hand besitzt, fällt es ihm schwer die Papiertücher zum Trocknen der Hände einzusetzen.

Arbeitsumgebung (Sollzustand):

Im Sanitärbereich muss ein elektrischer Händetrockner eingesetzt werden, damit der Mitarbeiter seine Hände nach dem Waschen trocknen kann.

Eingesetzte Hilfsmittel - Anzeigen der Produkte:

ICF-Items

Assessments - Verfahren und Merkmale zur Analyse und Bewertung

  • EFL - Handkoordination (rechts/links)
  • EFL - Handumwendebewegungen (rechts/links)
  • EFL - Schweregrad der Arbeit (Last/Herzfrequenz)
  • ERGOS - aktuelle tägliche Dauerleistungsfähigkeit (Last/Herzfrequenz)
  • ERGOS - Dreipunktgriff
  • ERGOS - Fingergeschicklichkeit
  • ERGOS - Handgeschicklichkeit
  • ERGOS - Handgreifkraft
  • ERGOS - Reichen
  • ERGOS - Schlüsselgreifkraft
  • IMBA - Arbeitszeit
  • IMBA - Armbewegungen
  • IMBA - Feinmotorik (Hand- und Fingergeschicklichkeit)
  • IMBA - Hand-/Fingerbewegungen
  • IMBA - physische Ausdauer (Last/Herz-Lungensystem)
  • MELBA - Feinmotorik

Referenznummer:

R/PB5071


Informationsstand: 20.08.2008