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Praxisbeispiel
Arbeits­platz­gestaltung für eine Werkzeugmacher

Es gibt eine Abbildung zu diesem Praxisbeispiel:
Arbeitsplatz

Wo lag die Herausforderung?

Der Mann kann behinderungsbedingt nur eingeschränkt Arbeiten ausführen, bei denen langes Stehen oder häufiges Bücken erforderlich sind. Außerdem hat er eine Handbehinderung, die ihn beim Halten, Tragen und Greifen eingeschränkt. Es waren entsprechende Hilfsmittel nötig.

Was wurde gemacht?

Um die behinderungsbedingten Einschränkungen weitestgehend ausgleichen zu können wurde der Arbeitsplatz mit einem ergonomischen Arbeitsstuhl, einem höhenverstellbarer Schraubstock, einer blendfreien Lampe für die optimale Beleuchtung und einer an der Werkbank angebrachten beleuchteten Lupe ausgestattet.

Schlagworte und weitere Informationen

Die Beratung bei der Arbeitsplatzgestaltung und Beantragung von Fördermitteln erfolgte durch einen Ingenieur der Handwerkskammer. Die behinderungsgerechte Gestaltung wurde vom Integrations- bzw. Inklusionsamt zu 80% gefördert.
In REHADAT finden Sie auch die Adresse und Tel.-Nummer der Integrations- bzw. Inklusionsämter und Handwerkskammern.

Arbeitgeber:

Der Arbeitgeber ist eine mittelständige Werkzeugbaufirma, die stählerne Spritzgießformen bzw. Spritzgießwerkzeuge für die Kunststoffindustrie herstellt.

Behinderung und Funktionseinschränkung des Mitarbeiters:

Der schwerbehinderte Mann hat eine Wirbelsäulenerkrankung. Er kann nur eingeschränkt für Tätigkeiten eingesetzt werden, die langes Stehen oder häufiges Bücken erfordern. Außerdem hat er eine Handbehinderung, die ihn beim Halten, Tragen und Greifen eingeschränkt. Der GdB (Grad der Behinderung) beträgt 70.

Ausbildung und Beruf:

Der Mann ist gelernter Werkzeugmacher und seit vielen Jahren beim Arbeitgeber beschäftigt.

Arbeitsplatz und Arbeitsaufgabe (Istzustand):

Der Mitarbeiter ist für die Qualitätskontrolle zuständig. Behinderungsbedingt hat er Schwierigkeiten bei der Handhabung der Werkzeuge und Einhaltung einer ergonomischen Körperhaltung zur Kontrolle und Nachbearbeitung der fehlerhaften Werkzeuge an der Werkbank.

Arbeitsplatz und Arbeitsaufgabe (Sollzustand):

Der Mitarbeiter benötigt zum Wechsel der Körperhaltung (stehen oder sitzen) und somit zur Entlastung der Wirbelsäule einen Arbeitsstuhl. Außerdem ist die Anschaffung eines höhenverstellbaren Schraubstocks notwendig, an dem der Mitarbeiter ebenfalls in stehender oder sitzender Körperhaltung arbeiten kann.
Für die optimale Beleuchtung des Arbeitsbereiches wurde eine hochwertige blendfreie Lampe installiert. An der Werkbank wurde zusätzlich, zur Prüfung und Nachbearbeitung von Kleinteilen, eine beleuchtete Lupe angebracht. Die optimierte Beleuchtung unterstützt zusätzlich den erhöhten Lichtbedarf bei der anspruchsvollen Kontroll- und Nacharbeit sowie die Einhaltung einer ergonomischen Körperhaltung (siehe Bild).

Eingesetzte Hilfsmittel - Anzeigen der Produkte:

ICF-Items

Assessments - Verfahren und Merkmale zur Analyse und Bewertung

  • EFL - Handkoordination (rechts/links)
  • EFL - Handumwendebewegungen (rechts/links)
  • EFL - Heben (Boden zur Taillenhöhe/Taillen- zur Kopfhöhe/horizontal)
  • EFL - Schweregrad der Arbeit (Last/Herzfrequenz)
  • EFL - Stehen (längeres/vorgeneigt/Rotation)
  • EFL - Tragen (rechte, linke Hand/vorne)
  • ERGOS - aktuelle tägliche Dauerleistungsfähigkeit (Last/Herzfrequenz)
  • ERGOS - Bücken
  • ERGOS - Dreipunktgriff
  • ERGOS - Fingergeschicklichkeit
  • ERGOS - Handgeschicklichkeit
  • ERGOS - Handgreifkraft
  • ERGOS - Schlüsselgreifkraft
  • ERGOS - statisches/dynamisches Heben
  • ERGOS - Stehen
  • ERGOS - Tragen
  • IMBA - Arbeitszeit
  • IMBA - Feinmotorik (Hand- und Fingergeschicklichkeit)
  • IMBA - Geneigt/Gebückt
  • IMBA - Hand-/Fingerbewegungen
  • IMBA - Heben
  • IMBA - Licht
  • IMBA - physische Ausdauer (Last/Herz-Lungensystem)
  • IMBA - Rumpfbewegungen (Bücken/Aufrichten)
  • IMBA - Stehen
  • IMBA - Tragen
  • MELBA - Feinmotorik

Referenznummer:

R/PB5387


Informationsstand: 08.09.2008