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Praxisbeispiel
Einsatz eines Gabelstaplers für einen Mitarbeiter in der Produktion

Wo lag die Herausforderung?

Behinderungsbedingt kann der Mann nicht schwer Heben sowie Tragen und gewisse Körperhaltungen sollten vermieden werden. An seinem Arbeitsplatz fehlten die entsprechenden Hilfsmittel, um die Behinderung zu kompensieren.

Was wurde gemacht?

Um nicht mehr selbst Heben beziehungsweise Tragen zu müssen, wurde ein Gabelstapler angeschafft. Durch den Gabelstapler können jegliche Hebe- und Tragearbeiten belastungsfrei bewältigt werden.

Schlagworte und weitere Informationen

Die behinderungsgerechte Gestaltung wurde zu 60 % von dem Integrations- bzw. Inklusionsamt gefördert. Das Integrations- bzw. Inklusionsamt legte eine Bindungsfrist von 5 Jahren fest.
In REHADAT finden Sie auch die Adressen und Telefon-Nummern der Integrations- bzw. Inklusionsämter.

Arbeitgeber:

Das Unternehmen stellt mit seinen 873 Mitarbeitern Werkstoffe für Trafos und Motoren her. Von den 44 schwerbehinderten Mitarbeitern arbeiten 15 in der Sozialwerkstatt des Unternehmens, da sie nicht in den üblichen Dreischichtbetrieb integriert werden konnten.

Behinderung und Funktionseinschränkung des Mitarbeiters:

Der Mann hat eine Rückenerkrankung und links eine Schultererkrankung. Behinderungsbedingt können von dem Mann Tätigkeiten, wie das Heben und Tragen von Lasten, nur eingeschränkt ausgeführt werden. Der GdB (Grad der Behinderung) beträgt 50.

Beruf:

Der Mann hat keinen Beruf erlernt und arbeitet schon seit einigen Jahren in der Sozialwerkstatt des Unternehmens.

Arbeitsplatz und Arbeitsaufgabe (Istzustand):

In der Sozialwerkstatt werden persönliche Schutzausrüstungen (spezielle Lederschürzen, Handschuhe, Sicherheitsschuhe usw.) und Produktionshilfsmittel (Gleitauflagen, Verpackungshilfsmittel usw.) hergestellt. Die zur Fertigung der Gleitauflagen benötigten Teppichreste werden nach der Anlieferung vom Mitarbeiter manuell in Transportwagen umgefüllt. Anschließend werden sie von ihm in das ca. 1 m höher gelegene Erdgeschoss der Sozialwerkstatt befördert, wo sie auch verarbeitet werden. Die fertigen Auflagen werden in Gitterboxen gestapelt und ebenfalls von Hand von dem Mitarbeiter zum Versand transportiert. Da die Boxen ein hohes Gewicht haben, benötigt der Mitarbeiter dabei die Hilfe seiner Kollegen. Die durch die Transporte auftretenden Belastungen der Schulter und des Rückens sind für den Mitarbeiter behinderungsbedingt zu hoch und würden auf Dauer zu einer weiteren Verschlechterung des Gesundheitszustandes führen.

Arbeitsplatz (Sollzustand):

Zum Heben und Transportieren der Lasten wurde ein Gabelstapler angeschafft, der von dem Mitarbeiter und seinen Kollegen genutzt wird. Durch den Einsatz des Gabelstaplers entfallen die manuellen Hebe- und Transportarbeiten und damit die hohe körperliche Belastung.

Eingesetzte Hilfsmittel - Anzeigen der Produkte:

ICF-Items

Assessments - Verfahren und Merkmale zur Analyse und Bewertung

  • EFL - Handkoordination (rechts/links)
  • EFL - Handumwendebewegungen (rechts/links)
  • EFL - Heben (Boden zur Taillenhöhe/Taillen- zur Kopfhöhe/horizontal)
  • EFL - Schweregrad der Arbeit (Last/Herzfrequenz)
  • EFL - Tragen (rechte, linke Hand/vorne)
  • ERGOS - aktuelle tägliche Dauerleistungsfähigkeit (Last/Herzfrequenz)
  • ERGOS - Bücken
  • ERGOS - Dreipunktgriff
  • ERGOS - Fingergeschicklichkeit
  • ERGOS - Handgeschicklichkeit
  • ERGOS - Handgreifkraft
  • ERGOS - Reichen
  • ERGOS - Schlüsselgreifkraft
  • ERGOS - statisches/dynamisches Heben
  • ERGOS - Tragen
  • IMBA - Arbeitszeit
  • IMBA - Armbewegungen
  • IMBA - Feinmotorik (Hand- und Fingergeschicklichkeit)
  • IMBA - Geneigt/Gebückt
  • IMBA - Hand-/Fingerbewegungen
  • IMBA - Heben
  • IMBA - physische Ausdauer (Last/Herz-Lungensystem)
  • IMBA - Rumpfbewegungen (Bücken/Aufrichten)
  • IMBA - Tragen
  • MELBA - Feinmotorik

Referenznummer:

R/PB5119


Informationsstand: 04.01.2012