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26.11.2021 | Neuigkeiten zur beruflichen Teilhabe

REHADAT-Newsletter veröffentlicht

Logo REHADAT-Newsletter

Der neue REHADAT-Newsletter ist soeben erschienen – mit vielen Neuigkeiten zu REHADAT und zur beruflichen Teilhabe im Allgemeinen. Lesen Sie in dieser Ausgabe über folgende Themen:

  •  Urteil: Anspruch auf höhenverstellbaren Schreibtisch
  •  Kurz erklärt: Was sind Kantenfiltergläser?
  •  Rubrik „Aktuelle Projekte“ in REHADAT-Forschung
  •  IW-Analyse: Menschen mit Beeinträchtigungen auf dem Arbeitsmarkt
  •  BMAS-Zwischenbericht: Entgeltsystem in WfbM
  •  Jetzt online: „Talente inklusive“
  •  BIBB-Report veröffentlicht: „Eingeschränkte Wahrnehmung oder wahrgenommene Einschränkung?“
  •  Ausgezeichnet! Vier Unternehmen erhalten Inklusionspreis der Wirtschaft
  •  Jetzt bewerben! Für Annedore-Leber- und Rudolf-Freudenberg-Preis
  •  Webseite Autismus und Arbeit – Praxishilfen für die Beschäftigung
  •  Werkstätten:Messe 2022 in Nürnberg

Wir wünschen eine interesssante Lektüre! Hier können Sie den Newsletter aufrufen: www.rehadat.de/newsletter/aktuelle-ausgabe

11.11.2021 | Update vom 25.10.2021

GKV-Hilfsmittelverzeichnis: Aktualisierung

Startseite des REHADAT GKV-Hilfsmittelverzeichnisses mit dem Schriftzug 'Aktualisiert'

Der GKV Spitzenverband hat am 25.10.2021 ein neues Update des Hilfsmittelverzeichnisses im Bundesanzeiger veröffentlicht. Es wurden 104 neue Produkte hinzugefügt und über 65 aktualisiert. Um die neusten Änderungen aufzurufen suchen Sie bitte im Feld "Produkt" nach dem Bundesanzeigerdatum 25.10.2021.

Das gesamte Verzeichnis können Sie in unserem Portal über www.rehadat-gkv.de barrierefrei und responsive aufrufen.

25.10.2021 | Anspruch auf höhenverstellbaren Schreibtisch

Kostenübernahme durch Rentenversicherung

Ein weißes Paragraphenzeichen in einem blauen Kreis

Ein Fertigungsleiter beantragte nach einem Bandscheibenvorfall einen höhenverstellbaren Schreibtisch bei der gesetzlichen Rentenversicherung. Diese lehnte mit der Begründung ab, dass zum einen die Erwerbsfähigkeit nicht erheblich gefährdet sei und dass zum anderen der Arbeitgeber zuständig für die Gestaltung des Arbeitsplatzes sei.

In zweiter Instanz sah dies das Landessozialgericht Baden-Württemberg anders und verpflichtete die Rentenversicherung zur Übernahme der Kosten. Zwar sei es grundsätzlich nicht Aufgabe des Rentenversicherungsträgers, eine mangelnde ergonomische Grundausstattung des Arbeitsplatzes durch den Arbeitgeber auszugleichen. Aber auch aus den Handlungsanleitungen von Arbeitsschutzvorschriften und Unfallverhütungsvorschriften ergäben sich keine allgemeinen Verpflichtungen der Arbeitgeber zur Ausstattung mit höhenverstellbaren Schreibtischen.

Das komplette Urteil lesen Sie bei REHADAT mit dem Aktenzeichen: L 2 R 2454/19

Tipp: bei REHADAT finden Sie über 100 Urteile, in denen um die Versorgung mit technischen Arbeitshilfen oder Hilfsmitteln für den Arbeits- und Ausbildungsbereich gestritten wurde: Hilfsmittelbereich Arbeitsplatz, Ausbildung | REHADAT-Recht

30.09.2021 | Hilfsmittel sichern Teilhabe

Online-Kongress der DVfR am 8. und 9. November

Logo der Deutschen Vereinigung für Rehabilitation

Die Deutsche Vereinigung für Rehabilitation (DVfR) veranstaltet vom 8. bis 9. November 2021 einen Online-Kongress zum Thema Hilfsmittel mit dem Titel „Hilfsmittel sichern Teilhabe – Technik für Inklusion in Alltag und Beruf“.

Hilfsmittel bieten für Menschen mit Behinderungen vielerlei Chancen. Mobilitätshilfen, Kommunikationssysteme oder neue Softwareanwendungen verhelfen zu mehr Selbstbestimmung und Teilhabe in sämtlichen Lebensbereichen. Der Kongress beleuchtet neben technischen Entwicklungen und Einsatzmöglichkeiten auch die Probleme der Betroffenen, den Zugang zu Hilfsmitteln, Fragen der Verwaltungs- und Verordnungspraxis, ethische Fragen sowie mögliche Anwender- und Datensicherheitsrisiken.

Mehr Infos, Programm und Anmeldung: DVfR-Kongress 2021: Hilfsmittel sichern Teilhabe – Technik für Inklusion in Alltag und Beruf | DVfR

In eigener Sache: REHADAT-Kollegin Mareike Decker hält im Rahmen des Kongresses einen Impulsvortrag in Workshop 7 „Assistive Technologien: Mensch und Digitalisierung am 09.11.21, 13:00-14:30 Uhr. Wir freuen uns über Ihre Teilnahme!

28.09.2021 | Kostenübernahme für teurere Hörgeräte

Urteil bestätigt Anspruch auf Versorgung

Weißes Paragrafenzeichen auf blauem Grund

Das Landessozialgericht Berlin-Brandenburg hat den Versorgungsanspruch eines schwerhörigen Klägers mit Hörgeräten außerhalb der Festbetragsgruppe bestätigt.

Denn beim Ausgleich einer Schwerhörigkeit sei der Versorgungsanspruch nicht auf das möglichst störungsfreie Verstehen von Sprache beschränkt, so das Gericht. Zum Hören gehören auch das räumliche Erkennen von Geräuschen und ein möglichst unverzerrtes Klangbild. Biete das getestete Hörgerät relevante Gebrauchsvorteile gegenüber anderen getesteten Geräten, indem es ein besseres Hörverstehen in unterschiedlichen Hörsituationen ermögliche, so habe der Versicherte Anspruch auf Versorgung mit einem Hörgerät außerhalb der Festbetragsgruppe.

Welche Faktoren noch eine Rolle spielten, lesen Sie im kompletten Urteil mit dem Aktenzeichen L 1 KR 325/19: www.rehadat-recht.de

Weitere kürzlich eingestellte Urteile zum Thema Hörgeräte: www.rehadat-recht.de

 

16.09.2021 | Testen erwünscht

Für den REHADAT-Hilfsmittelfinder

Ein geeignetes Hilfsmittel zu finden ist häufig gar nicht so einfach. Der neue Hilfsmittelfinder unterstützt Sie bei der Suche!

REHADAT‘s digitale Suchassistentin, Ariadne, führt mit bis zu vier Fragen zu einer zielgerichteten Produktliste. Durch die Auswahl verschiedener Aktivitäten oder Alltagssituationen erhalten auch Personen ohne Fachkenntnisse einen umfassenden Überblick und einen leichteren Einstieg in die Hilfsmittelsuche. Dies ist jedoch nur eine Entscheidungshilfe und ersetzt keine ausführliche Beratung. Nutzen Sie den neuartigen Hilfsmittelfinder am Desktop oder bequem von unterwegs. Die Web-App ist auf jeder Bildschirmgröße verfügbar.

Wir brauchen Ihre Unterstützung!

Der Hilfsmittelfinder befindet sich derzeit noch in einer Beta-Version. Aktuell gibt es drei Kategorien: „Arbeiten und Lernen“, „Sich fortbewegen“ und „Kommunizieren“. Die Kategorien „Körper pflegen“ und „Wohnung und Haushalt führen“ folgen noch.
Wir möchten den Hilfsmittelfinder einen Praxischeck unterziehen und bitten um Ihre Mithilfe:

  • Haben Sie die Hilfsmittel gefunden, die Sie erwartet oder erwünscht haben?
  • Ist der Aufbau logisch?
  • Sind die Texte ansprechend?
  • Fehlt etwas?

Teilen Sie Ihre Eindrücke mit uns bequem über einen Fragebogen oder per Mail.

Hier geht es zum Hilfsmittelfinder!

Vielen Dank!
Ihr REHADAT-Hilfsmittel-Team

30.08.2021 | Grad der Behinderung

Neues REHADAT-Erklärvideo

Screenshot REHADAT-Recht: Erklärvideo – der Grad der Behinderung

In Deutschland haben knapp 10,4 Millionen Menschen ihre Behinderung amtlich anerkennen lassen (Tabelle 1). Dabei legen die Versorgungsämter nach den „Versorgungsmedizinischen Grundsätzen“ die Auswirkung der Beeinträchtigung als Grad der Behinderung (GdB) in Zehnergraden von 20 bis 100 fest.  In dem Dokument der „Versorgungsmedizinischen Grundsätze“ finden sich Tabellen mit einer Übersicht der möglichen Schädigungen und deren Einstufung. 

Im REHADAT-Erklärvideo wird am Beispiel von Frau Kaya, die an Diabetes mellitus erkrankt ist, gezeigt, wie der GdB beantragt werden kann.  Zum Beispiel, wo Interessierte die „Versorgungsmedizinischen Grundsätze“ finden, mit welchen Informationen aus den verschiedenen REHADAT-Portalen sie sich genauer über die Rechtsprechung, Literatur oder über den Ablauf der Antragstellung informieren können und wer dabei helfen kann. 

Zielgruppe sind sowohl Personen mit Beeinträchtigungen, die sich informieren wollen, was der GdB bedeutet und inwiefern eine Einstufung unter oder über 50 für sie bedeutsam sein könnte. Aber auch für Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber sind dies wichtige Informationen, weil damit beispielsweise Fördermöglichkeiten verbunden sind. 
Von den 10,4 Millionen Menschen mit einer anerkannten Behinderung hatten 2019 insgesamt 7,6 Millionen eine Schwerbehinderung mit einem GdB von 50 bis 100 und knapp 2,8 Millionen eine leichtere Behinderung (Tabelle 1).

Tabelle1: Anzahl der Menschen mit einer anerkannten Behinderung

Diese Tabelle zeigt die Anzahl der Menschen mit einer anerkannten Behinderung aus 2019

Altersgruppe Menschen mit einer leichteren Behinderung
(GdB 20-40)
Menschen mit einer Schwer­behinderung
(GdB 50-100)
Insgesamt
  Anzahl Anteil Anzahl Anteil  
Alle Altersgruppen 2.776.000 26,8 % 7.587.000 73,2 % 10.363.000
Darunter im erwerbsfähigen Alter (15 bis unter 65 Jahre) 1.760.000 36,2 % 3.102.000 63,8 % 4.862.000
Darunter im Renten-Alter (65 Jahre und älter) 996.000 18,7 % 4.341.000 81,3 % 5.337.000

Dazu Projektleiterin Andrea Kurtenacker: „Rund um das Thema GdB erreichen uns viele Anfragen – sowohl von Menschen mit Behinderungen als auch von Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern, die sich beispielsweise über Arbeitsplatzanpassungen und Fördermöglichkeiten informieren möchten. Dies haben wir zum Anlass genommen, ein Erklärvideo zu veröffentlichen, das zeigt, wie man sich bei REHADAT leicht, umfassend und aktuell über alles Wesentliche zum GdB informieren kann.“

Der direkte Link zum Video: www.rehadat-recht.de/rechtsprechung/feststellungsverfahren/erklaervideo-gdb 

12.08.2021 | Arbeiten Hand in Hand

Kollaborierender Roboter unterstützt schwerbehinderte Beschäftigte

Ein Ford-Mitarbeiter in Zusammenarbeit mit dem Kobot-Roboter

Der deutsche Automobilhersteller Ford hat die Einrichtung eines kollaborierenden Roboters erfolgreich abgeschlossen. Nach rund einem Jahr Forschung, Entwicklung, Mitarbeiterschulung und Trockenläufen arbeitet der so genannte Kobot, ein Wortspiel aus kollaborierend (zusammenarbeitend) und Roboter, nun taktgebunden im Linienfluss im Kölner Motorenwerk des Automobilherstellers. 

Dort setzt er gemeinsam mit seinem menschlichen Partner VCT-Magnetspulen in einen Öler ein, nimmt die Magnetspulen anschließend auf und presst sie in den Stirndeckel des Motorblocks. Diese Arbeit erfordert große Eindruckkräfte, die selbst für gesunde Arbeitende auf Dauer belastend sein können, und die nun der Kobot für den Menschen übernimmt. Bei den menschlichen Partnern handelt es sich um Beschäftigte mit Schulter- und Handgelenkproblemen. So konnte ein Arbeitsplatz für zwei Beschäftigte mit Schwerbehinderung geschaffen werden.

Ford, die Rheinisch Westfälisch Technische Hochschule in Aachen (RWTH) sowie der Landschaftsverband Rheinland (LVR) forschten rund ein Jahr lang an dieser neuen Einsatzmöglichkeit für einen kollaborierenden Roboter. Das vom LVR mit 372.000 Euro geförderte Modellprojekt hatte das Ziel, den Roboter dergestalt in eine Fertigung einzubauen, dass ein schwerbehinderter Mensch sich einen Arbeitsplatz mit einem Roboter teilt. 

Das Besondere daran ist die Konfiguration des Roboters, so dass er mit dem Menschen interaktiv „Hand in Hand“ arbeitet und nicht durch eine trennende Schutzeinrichtung, wie z.B. einen Maschinenschutzzaun, getrennt sein muss. Neben der exakten Programmierung des Roboters war auch eine intensive Schulung der Beschäftigten nötig, damit sie einerseits die „Scheu“ vor diesem Kobot ablegen, zum anderen trotzdem noch die nötige Vorsicht walten lassen. Roboter werden seit vielen Jahrzehnten in der Automobilindustrie eingesetzt, allerdings zumeist als überdimensional große Maschinen, die hinter Schutzvorrichtungen arbeiten oder als autonome Fahrroboter, die Materialien transportieren. In diesem Fall bestand die Herausforderung darin, den Arbeitsplatz so zu gestalten, dass sowohl die Voraussetzungen der taktgebundenen Fertigung, die Anforderungen der Arbeitssicherheit als auch die barrierefreie Gestaltung des Arbeitsplatzes berücksichtigt sind.

Hier finden Sie ein Video: https://bcove.video/3jA0xaA

10.08.2021 | Was gibt es Neues zur ICF?

Digitale ICF Anwenderkonferenz vom 16. bis 18. September

Logo ICF

Die diesjährige ICF Anwenderkonferenz findet vom 16. bis 18. September digital statt. Experten und Expertinnen sowie erfahrene ICF-Anwender und -Anwenderinnen werden an den drei Tagen Impulsvorträge zu verschiedenen Themenschwerpunkten halten. Zudem können Teilnehmer und Teilnehmerinnen sich an Diskussionen im digitalen Raum beteiligen.

Ziel der Konferenz ist es, über unterschiedliche Formen der Anwendung der ICF bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen zu informieren und damit den Einsatz der ICF zu fördern. Es gibt Beiträge unter anderem zu den folgenden Themenschwerpunkten:

  •  Anwendung der ICF in der Bedarfsermittlung
  •  Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes in den Bundesländern
  •  Bedarfsermittlung in der beruflichen Reha
  •  Kontextfaktoren (in) der ICF
  •  ICF-Multiplikatoren-Schulungen
  •  ICF in Frühförderung, Kindergarten, Schule und Jugendhilfe
  •  ICF in der allgemeinmedizinischen Versorgung
  •  Teilhabe und Corona

Die jährliche ICF Anwenderkonferenz ist in Deutschland die zentrale Konferenz, wenn es um Fragen der Internationalen Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF) der Weltgesundheitsorganisation (WHO) geht.

Anmeldung, Programm und weitere Informationen: www.psph-munich.de/anmeldung-icf-2021

20.07.2021 | Mehr Geld für Fahrzeugkauf

Teilhabestärkungsgesetz erhöht Zuschuss auf 22.000 EUR

kleiner Buchstabe i für Information auf blauem Kreis

Der Zuschuss zum Kauf eines Autos für behinderte Menschen wurde mit dem Teilhabestärkungsgesetz erhöht. Künftig werden statt 6.500 Euro bis zu 22.000 Euro für den Fahrzeugkauf beigesteuert. Die Höhe des Zuschusses ist einkommensabhängig.

Die Kraftfahrzeughilfe-Verordnung (§ 5 KfzHV), welche die Leistungsvoraussetzungen regelt, wurde entsprechend geändert.