Inhalt

Urinbeutel, Katheter, Vorlagen, Anal- und Vaginaltampons werden benötigt, wenn Harn- und/oder Stuhlabgang nicht kontrolliert werden können.

Diese Hilfsmittel können:

  • Einlagen und Vorlagen saugen den Urin auf 
  • Urinbeutel fangen den Urin auf
  • Katheter leiten den Urin ab

Produkte aus anderen Hilfsmittelbereichen:

  • Kontinenzstimulatoren, Kontinenzen-Alarmgeräte und Biofeedbackgeräte unter Kontinenztraining

Finanzierung und Wissenswertes

Wissenswertes

Der Schweregrad der Inkontinenz richtet sich nach der Menge des unbeabsichtigten Urinverlustes. Der Richtwert für die mittlere Inkontinenz beträgt 100 bis 200 ml Urinabgabe in 4 Stunden, der Richtwert bei der schweren Inkontinenz beträgt über 200 ml Urinabgabe in 4 Stunden.

Insbesondere bei mittlerer und schwerer Inkontinenz ist für eine Teilnahme am sozialen Leben und zur Verhütung von Hautschäden eine angepasste Versorgung mit Inkontinenzhilfsmitteln notwendig und hilfreich.

Finanzierung

Von der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) werden Artikel zur Inkontinenzversorgung grundsätzlich als Hilfsmittel anerkannt, vorausgesetzt, sie dienen der Behandlung der Inkontinenz beziehungsweise sie ermöglichen die Teilhabe am sozialen Leben oder sie werden zur Behandlung oder Vermeidung von Entzündungen oder krankhaften Hautveränderungen erforderlich. 

Mehr zur Finanzierung von Hilfsmitteln für den privaten Bereich in der Infothek.

Seit dem 1. Januar 2005 gelten bundesweit einheitliche Festbeträge für Inkontinenzhilfsmittel, das heißt es wurden Obergrenzen für die Kostenübernahme von den gesetzlichen Krankenkassen festgelegt. Mehr dazu unter Festbeträge (PDF, 275 kB)

Wenn die Hilfsmittel bei schwerstpflegebedürftigen Patienten zur pflegerischen Versorgung (als Pflegehilfsmittel) eingesetzt werden, so können die Kosten von der gesetzlichen Pflegeversicherung übernommen werden. Für Verbrauchshilfsmittel wie zum Beispiel Vorlagen gibt es dabei eine monatliche Obergrenze. Die Kostenübernahme müssen die Betroffenen (oder deren pflegende Angehörige) bei der Krankenkasse, die ja auch die zuständige Pflegekasse ist, beantragen.

Unterstützung durch die Integrationsämter

Falls eine Anpassung des Arbeitsplatzes erforderlich wird, können Integrationsämter eingeschaltet werden, die informieren, beraten und finanzieren gegebenenfalls die Umgestaltung eines Arbeitsplatzes. Mehr dazu in der Infothek.

Bei von Inkontinenz Betroffenen könnte zum Beispiel die Gestaltung einer behindertengerechten Toilette mit eigenem Waschbecken, das über warmes Wasser verfügt, erforderlich werden. Zum Selbstkatheterisieren sollte darüber hinaus ein steriles Umfeld geschaffen werden.

Katheter

Katheter und Zubehör

Dauerkatheter oder Einmalkatheter werden durch die Harnröhre in die Blase eingeführt, mit Dauerkathetern wird die Blase permanent entleert, Einmalkatheter werden sofort nach der Entleerung entfernt.

Urinbeutel mit Ablassöffnung

Urinbeutel mit Ablassöffnung

Urinbeutel mit Ablassöffnung verfügen über ein Ablaufventil, über das der Urin entleert werden kann, ohne dass der Beutel von den Urinableitern getrennt werden muss. Urinableiter sind Urinalkondome oder Katheter

Urinbeutel ohne Ablassöffnung

Urinbeutel ohne Ablassöffnung

Nach der Füllung mit Urin müssen die Urinbeutel, die keine Ablassöffnung haben, durch neue Beutel ersetzt werden. Die Beutel werden von den Urinableitern, das sind Urinalkondome oder Katheter, getrennt.

Urinbeutelhalter

Befestigungs- und Haltevorrichtungen und Zubehör für Urinbeutel

Mit Hilfe von Haltebändern können Beinbeutel am Ober- oder Unterschenkel fixiert werden. Die Befestigung erfolgt überwiegend mit Klettverschluss.

Urinflaschen

Urinflaschen

Bei bettlägerigen Patienten kommen Urinflaschen beziehungsweise Urinauffangtöpfe zum Einsatz.

Kondom-Urinale und Zubehör

Männer, die sich nicht selbst katheterisieren können, verwenden Kondom-Urinale, die zur Ableitung des Urins an einen Katheter oder Urinbeutel angeschlossen werden.

Einlagen und Vorlagen

Einlagen und Vorlagen

Je nach Schweregrad der Inkontinenz können Betroffene aufsaugende Hilfsmittel (Einlagen und Vorlagen) benutzen.

Halter und Befestigungen für Einlagen und Vorlagen

Inkontinenzhosen kommen bei mittlerer bis schwerer Harn- und Stuhlinkontinenz zum Einsatz.

Vaginaltampons, Analtampons und Stuhlauffangbeutel

Zur Selbstbehandlung bei Blasenschwäche und um eine vorübergehende Stuhlinkontinenz und damit wiedergewonnene Lebensqualität zu erreichen, werden auffangende Hilfsmittel eingesetzt.

Set verschiedener Kontinenz-Stimulatoren

Kontinenztraining

Kontinenzstimulatoren und Biofeedbackgeräte helfen bei der Wiederherstellung der Kontinenz. Inkontinenzalarmgeräte lösen beim Austreten von Urin Alarm aus.

Zubehör für die Selbstkatheterisierung

Hierzu zählen Knie-Spreizer, Labien-Spreizer, Penisstütze und Spiegel.

Zubehör für Inkontinenzhilfsmittel

Zusätzliche Hilfen bei der Inkontinenzversorgung sind Katheterverschlüsse, Adapter, Kondomkleber