Inhalt

Gehstöcke, Rollatoren und andere Gehhilfen fördern die individuelle Mobilität und damit die selbständige Lebensführung von Menschen mit eingeschränkter Gehfähigkeit.

Gehhilfen können:

  • Gangunsicherheiten ausgleichen
  • Sturzgefahr vermindern
  • Stabilität und Balancefähigkeit erhöhen
  • individuelle Mobilität gewährleisten
  • eine aufrechte Körperhaltung unterstützen

Produkte aus anderen Hilfsmittelbereichen:

Finanzierung und Wissenswertes

Wissenswertes

Gehhilfen werden angewendet:
  • entweder zeitlich befristet im Rahmen eines Rehabilitationsprogramms nach einer Verletzung, einem Unfall oder einer Operation
  • zur langfristigen Versorgung bei permanenter Mobilitätseinschränkung, beispielsweise durch chronische Erkrankungen und Behinderungen, die dauerhaft zu einer Beeinträchtigung der Beine oder der Koordination führen
Bei der Auswahl von Gehhilfen sollten folgende Fragen geklärt werden:
  • Ermöglichen die Einschränkungen und Fähigkeiten des Nutzers die Handhabung der Gehhilfe?
  • Eignet sich die Gehhilfe für den Nutzer? Welche Einschränkungen und Fähigkeiten hat er? Wie viel Sicherheit, Stabilität, Balance, Koordination oder Kraft sind vorhanden? Welche Erwartungen hat der Nutzer?
  • Wie sind die räumlichen Gegebenheiten? Wo soll die Gehhilfe genutzt werden?
  • Ist das Hilfsmittel in der erforderlichen Höhe erhältlich oder höhenverstellbar?
  • Was gehört zur Basisausstattung? Und ist diese ausreichend?
  • Sind die Handgriffe für den Nutzer geeignet?
Wie bekomme ich eine Gehhilfe?

Mehr Informationen zu Verordnung und Beschaffung sowie Erprobung und Einweisung von Hilfsmitteln in der Infothek.

Finanzierung

Gehhilfen sind in der Regel als Hilfsmittel im Sinne des § 33 SGB V anzusehen. Die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) kann sich bei bestimmten Voraussetzungen und bei Verordnung durch einen Arzt an den Kosten beteiligen. Krankenkassen geben dazu Auskunft.

Im Hilfsmittelverzeichnis der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) sind viele Gehhilfen aufgeführt. Die einzelnen Produkte sowie Hintergrundinformationen zur Versorgung mit Gehhilfen durch die GKV sind im GKV-Hilfsmittelverzeichnis unter der Produktgruppe 10 zu finden.

Neben der Gesetzlichen Krankenversicherung können auch andere Kostenträger für die Finanzierung von Hilfsmitteln im privaten Bereich zuständig sein. Mehr dazu in der Infothek.

Weitere allgemeine Informationen zu Gehhilfen, die mit beiden Armen verwendet werden: Infoblatt Gehhilfen (PDF, 269 kB)

mehr zum Thema:

Gehstock

Gehstöcke

Gehstöcke gibt es aus unterschiedlichen Materialien für Links- und Rechtshänder. Die meisten Gehstöcke haben anatomische Handgriffe.

Unterarm-Gehstützen

Unterarmgehstützen

Nach Verletzungen an einem Bein oder Fuß kommen häufig Unterarmgehstützen zum Einsatz, die das Gehen unterstützen und gleichzeitig die Belastung für Bein oder Fuß vermindern.

Achselstütze

Achselstützen

Achselstützen kommen zum Einsatz, wenn aufgrund fehlender Hand- und Armkraft keine Unterarmgehstützen verwendet werden können.

Gehrahmen

Gehrahmen und Gehgestelle

Gehrahmen und Gehgestelle werden überwiegend in Innenräumen genutzt, haben eine gute Standfestigkeit und sind kippsicher.

Rollator

Rollatoren

Mit einem Rollator können Unsicherheiten beim Gehen ausgeglichen werden. Rollatoren verhelfen zu einer eigenständigen Mobilität und verringern die Gefahr von Stürzen.

Gehwagen

Gehwagen

Gehwagen dienen dem Ausgleich von Gangunsicherheiten. Sie bieten dem Nutzer mehr Stabilität als Rollatoren und werden auch für Gehübungen verwendet.

Sitzablage für Rollatoren

Zubehör für Gehhilfen

Für Gehhilfen gibt es zahlreiches Zubehör wie zum Beispiel Gehstockhalter, Beleuchtung, Schirme und Schirmhalter oder Griffpolster.