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Hörhilfen verstärken die Schallenergie und machen Töne für Menschen mit Hörbehinderung deutlicher. 

Diese Hilfsmittel können:

  • einzelne Frequenzen verstärken
  • Schallwellen verstärken, modulieren und übertragen

Produkte aus anderen Hilfsmittelbereichen:

Finanzierung und Wissenswertes

Wissenswertes

Hören:

Geräusche werden durch die Ohrmuschel in Form von Schallwellen aufgenommen und durch den Gehörgang zum Trommelfell geleitet. Über das Trommelfell werden die Schallwellen auf die Gehörknöchelchen und zum Innenohr übertragen. Im Innenohr wandeln Haarzellen die Schallschwingungen in elektrische Impulse um. Hörnerven werden durch die elektrischen Impulse stimuliert und leiten die Impulse an das Gehirn, wo die Geräusche identifiziert werden.

Hörbehinderung:

Hörbehinderungen haben sehr unterschiedliche Ursachen und Ausprägungen. Zur Gruppe der hörgeschädigten Menschen zählen gehörlose, (spät-)ertaubte und schwerhörige Menschen.

Als Gehörlosigkeit bezeichnet man das vollständige oder weitgehende Fehlen des Gehörs. Während der medizinische Ausdruck für diesen Sachverhalt „Taubheit“ ist, wird mit dem Begriff Gehörlosigkeit eher die Behinderung als solche angesprochen. Gehörlose Personen kommunizieren vorwiegend in Gebärdensprache.

Spätertaubung bezeichnet den Verlust des Gehörs nach dem Erwerb der Sprache. Spätertaubte Menschen haben in der Regel so viel Sprachkompetenz erworben, dass der Hörverlust nicht mehr zum Verlust der Sprechfähigkeit führen muss.

Unter Schwerhörigkeit versteht man eine Minderung des Hörvermögens. Je nach Grad des Hörverlustes unterscheidet man zwischen

  • geringgradiger Schwerhörigkeit: 20 - 40 dB Hörverlust
  • mittelgradiger Schwerhörigkeit: 40 - 60 dB Hörverlust
  • hochgradiger Schwerhörigkeit: 60 - 80 dB Hörverlust
  • an Taubheit grenzende Schwerhörigkeit: 80 - 95 dB Hörverlust

Je nach Art und Schwere der Höreinschränkung können Hörgeräte oder Implantate den Funktionsverlust relativ gut ausgleichen.

Finanzierung

Hörhilfen für den privaten Gebrauch, für Schule und Studium

Die Gesetzliche Krankenversicherung kann Kosten für Hörhilfen übernehmen. Es bestehen Festpreisregelungen für Hörhilfen. Die Anpassung und Verordnung durch einen Arzt ist erforderlich. Mehr dazu auch im GKV-Hilfsmittelverzeichnis unter Hörhilfen

Neben den Krankenkassen können auch andere Kostenträger für die Finanzierung von Hilfsmitteln im privaten Bereich zuständig sein. Mehr dazu in der Infothek.

Am Arbeitsplatz:

Wenn der Arbeitsplatz bei gesundheitlichen Beeinträchtigungen oder Behinderungen mit Hilfsmitteln ausgerüstet werden muss, bestehen unterschiedliche Beratungs- und Finanzierungsmöglichkeiten. Mehr dazu in der Infothek.

Suche nach Hörakustikern:

Hinter-dem-Ohr-Hörgerät

Hörgeräte

Hörgeräte werden in erster Linie dafür eingesetzt, das Sprachverständnis zu verbessern. Es gibt verschiedene Bauarten.

Knochenleitungsbrille

Knochenleitungshörgeräte mit / ohne Implantat

Knochenleitungshörgeräte, Knochenleitungshörbügel oder Hörbrillen wandeln Schall in Vibrationen um.

Hörgerät mit Implantat

Hörhilfen mit Implantat und Cochlea-Implantaten

Ein Cochlea-Implantat ist ein Innenohrimplantat für hochgradig schwerhörige oder gehörlose Menschen. 

Hörverstärker und Kopfhörer

Hörverstärker und Kopfhörer

Hörverstärker nehmen akustische Signale über Mikrofone oder Infrarotsender auf und geben sie verstärkt an Endgeräte ab.

Zubehör für Hörgeräte

Zubehör für Hörhilfen

Es gibt Zubehör für die Pflege von Hörgeräten, zur Fernbedienung und für Audioverbindungen.