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Absätze und Hindernisse wie Treppenstufen können mit Rampen überwunden werden. Viele Rampen sind mit Rollstühlen befahrbar.

Besondere Merkmale:

  • stationäre Rampen für schwierige Hindernisse
  • tragbare Rampen für kleinere Hindernisse
  • wahlweise mit Geländern

Finanzierung und Wissenswertes

Wissenswertes

Tragbare Rampen

Tragbare Rampen sind Hilfsmittel, um einen Abstand zwischen zwei Ebenen zu überbrücken. Diese Ebenen können auf unterschiedlicher Höhe oder auch aufgrund eines Hindernisses für mobilitätseingeschränkte Menschen nicht zugänglich sein. Mittels einer Neigungsfläche wird der Abstand überwunden. Es gibt mobile Plattformrampen und Spurrampen.

Einsatzbereich

Tragbare Rampen werden hauptsächlich eingesetzt für die Zugänglichkeit von Fahrzeugen oder um kleine Hindernisse wie Stufen an einem Hauseingang oder Türschwellen zu überbrücken. Verwendet werden können Rampen innen und außen, in privaten sowie öffentlichen Bereichen.

Technische Beschreibung

  • Schwellenrampen: Schwellenrampen überbrücken kleine Türschwellen. Es gibt sie in ein-, zwei-, und dreiteiliger Ausführung. Bei einer einteiligen Rampe liegt das Mittelstück auf der Schwelle auf oder schwebt über sie hinweg. Bei zweiteiligen Rampen kann je nach Modell ein Teil immer vor Ort bleiben und das andere Teil mit integriertem Mittelteil wird bei Bedarf dazugelegt. Bei einem dreiteiligen System können Innen- und Außenteil verbleiben und ein Mittelteil kann hinzugefügt werden. Dieses System ist von Vorteil, wenn der Nutzer über wenig Kraft verfügt bzw. die Handhabung einer ganzen Rampe nicht möglich ist. Bei allen Varianten steht eine breite Palette an Kombinationsmöglichkeiten in Bezug auf Schenkellänge (gleich, ungleich), Breiten, Steigungen, mit oder ohne Aufkantung, Aufkantung nach oben oder unten zur Verfügung. Eine Aufkantung nach oben ist eine seitliche, aufrechte Kante. Sie hat den Vorteil, dass das Türprofil geschützt ist, die Rampe schwebt nahezu über der Schwelle, außerdem ist sie ein Überfahrschutz und dient als Radabweiser.
  • Stufenrampen: Stufenrampen ermöglichen das Überbrücken einer oder mehrerer Stufen. Es gibt sie in verschiedenen Ausführungen. Eine Stufenrampe mit Auflage liegt auf der obersten Stufe auf. Als Stufenrampe mit Stütze bezeichnet man eine Rampe, die eine senkrechte Stütze hat, die der Stufenhöhe entspricht. Die Rampe steht direkt vor der Stufe. Außerdem gibt es Rampen, die über beides verfügen, eine Auflage und eine Stütze. Die Rampen können eine Aufkantung nach oben oder unten haben und sind in verschiedenen Maßen und Steigungen erhältlich. Sind die Platzverhältnisse sehr begrenzt, kann die Kombination einer Rampe mit einem Podest infrage kommen. Hierbei kann der Fahrweg über Eck gelenkt werden.
  • Schienenrampen: Schienenrampen dienen dem Überwinden von Stufen und dem Übergang ins Auto. Sie bestehen aus zwei getrennten Fahrspuren. Es gibt einteilige, teleskopierbare und faltbare Schienen. Einteilige Rampen mit festem Maß sind gut geeignet, wenn die Rampe oftmals am selben Ort benutzt wird. Eine teleskopierbare (längenverschiebbare) Rampe kann flexibel und vielerorts eingesetzt werden. Mit ihr können auch unterschiedliche Höhenunterschiede ausgeglichen werden. Eine faltbare Rampe ist ebenfalls für gleichartige Höhenunterschiede geeignet und eine Möglichkeit, die Schienen platzsparend auf kleinem Raum zu verstauen oder zu transportieren (z.B. bei der Benutzung am Auto).
  • Material: Die Rampen bestehen in der Regel aus Aluminium, in einzelnen Fällen auch aus Glas- bzw. Graphitfasermaterialien. Die Oberfläche der Schwellen- und Stufenrampen ist reliefartig geprägt, um eine gute Griffigkeit zu erhalten. Die Schienen gibt es mit einem Anti-Rutsch-Belag, mit einer geprägten Lochung, Rautenblech oder ähnlich schmutz- und wasserdurchlässigem Material.

Stationäre Rampen

Stationäre Rampen sind Hilfsmittel, um einen Abstand zwischen zwei Ebenen zu überbrücken. Diese Ebenen sind meist auf unterschiedlicher Höhe und somit mobilitätseingeschränkten Menschen nicht zugänglich. Mittels einer Neigungsfläche wird der Abstand überwunden. In der Regel werden Flächenrampen für den stationären Einsatz verwendet.

Einsatzbereich

Stationäre Rampen werden hauptsächlich eingesetzt für die Zugänglichkeit von Hauseingängen, wenn diese auf höherem Niveau liegen, zum Überwinden von Stufen und um mit dem Rollstuhl in Fahrzeuge zu gelangen. Verwendet werden können Rampen innen und außen, in privaten sowie öffentlichen Bereichen.

Technische Beschreibung

Für feste Einbauten von Rampen werden in der Regel Flächenrampen verwendet. Als Einstiegshilfe ins Auto können diese auch mit speziellen Scharnieren am Auto befestigt sein. Diese Rampen können auf- und, wenn sie nicht in Gebrauch sind, wieder zusammengeklappt werden.

  • Länge/Neigung: Bei der Planung einer stationären Rampe hat die Festlegung der Steigung der Rampe eine besondere Bedeutung. Es ist sinnvoll, sich zu diesem Punkt ausreichend beraten zu lassen. Die Steigung und die damit verbundene Länge der Rampe hängt von der individuellen Situation des Nutzers und den örtlichen Gegebenheiten ab.

- Wird die Person geschoben oder bewegt sie den Rollstuhl aus eigener Kraft die Rampe hinauf?

- Wie viel Kraft ist vorhanden?

- Mit welchem Gewicht wird die Rampe belastet?

- Wie groß ist der Höhenunterschied, der überwunden werden muss?

- Wie sind die Platzverhältnisse?

Gemäß dem Anforderungsprofil der DIN 18025 (zukünftig 18030) an eine Rampe ist die Steigung der wichtigste Faktor, der zu berücksichtigen ist. Im Idealfall sollte sie nicht höher als 6 % sein. Dies hat eine entsprechende Rampenlänge zur Folge. Je größer der zu überwindende Höhenunterschied, desto länger muss die Rampe sein. Dies kann bei eingeschränkten Platzverhältnissen problematisch sein. Durch den Einsatz eines Podestes kann die Rampe auch über Eck geführt werden. Ist die Rampe sehr lang, kann ein Podest eine Hilfe sein, damit der Rollstuhlfahrer die Möglichkeit hat, sich auszuruhen. Führt die Rampe zu einer Tür oder einem Hauseingang, sollte am Ende ebenfalls eine Plattform sein, damit es möglich ist, die Tür zu öffnen. Wird der Nutzer von einer Hilfsperson geschoben oder ein Elektrorollstuhl verwendet, kann die Rampe auch etwas steiler sein. Ab einer Steigung von ca. 20 % ist allerdings die Sicherheit des Nutzers nicht mehr gewährleistet. Der Rollstuhl kann kippen, die Fußrasten können aufsetzen oder die Person kann aus dem Rollstuhl rutschen. Rampen in öffentlichen Bereichen dürfen gemäß DIN eine Steigung von 6 % nicht überschreiten.

  • Material: Die Rampen bestehen in der Regel aus Aluminium, in einzelnen Fällen auch aus Glas- bzw. Graphitfasermaterialien. Die Oberfläche ist reliefartig geprägt, um eine gute Griffigkeit zu erhalten. Das Material ist oft mit einer Lochung versehen, aus gitterartigem Rautenblech oder ähnlich durchlässig gestaltet, damit Regen, Schnee und Schmutz gut entweichen können.
  • Sicherheit: Um die Sicherheit des Nutzers zu gewährleisten, sollte man auf die Tragfähigkeit der Rampe achten. Die Rampen können für unterschiedliche Rollstuhltypen geeignet sein. Beispielsweise sind Elektrorollstühle sehr viel schwerer, d.h. die Rampe muss für die Belastung geeignet sein. Je nach Modell besteht die Möglichkeit, ein Geländer zu installieren. Besonders im öffentlichen Bereich ist dies sinnvoll, da dort die Rampe von unterschiedlichen Personen benutzt wird. Ein Geländer ist eine Hilfe, wenn man nicht über so viel Kraft verfügt und sich mittels Geländer die Rollstuhlrampe hochziehen will. Wenn man Kindern wie Erwachsenen diese Hilfe bieten möchte, so sind Geländer mit zwei Stangen in unterschiedlicher Höhe ratsam. Die Rollstuhlrampen sollten auch eine Kantensicherung haben. Seitlich erhöhte Kanten sichern den Nutzer vor dem Herunterfallen. Die meisten Hersteller bieten Produkte mit solch einer Aufkantung an.

Finanzierung

Maßnahmen für den barrierefreien Wohnraum müssen meist selbst bezahlt werden. In bestimmten Fällen können Kostenträger finanzielle Unterstützung leisten. Mehr dazu erfahren Sie in der Infothek.

Mobile Rampen sind Hilfsmittel nach § 33 SGB V, da sie die krankheitsbedingt ausgefallene Gehfähigkeit bei der Überwindung von Höhenunterschieden ausgleichen und damit die selbständige Mobilität erhöhen. Sie sind für den Wiedereinsatz geeignet und ermöglichen das Verlassen und Wiederaufsuchen einer beliebigen Wohnung. Mobile Rampen sind im GKV-Hilfsmittelverzeichnis im Bereich 22.50.01. aufgeführt.

Stationäre Rampen werden eingebaut und können somit nicht an jedem beliebigen Ort benutzt werden. Damit sind sie sind keine Hilfsmittel im Sinne der GKV, sondern Bestandteil einer behindertengerechten Ausstattung einer Wohnung. Gegebenenfalls übernehmen hier andere Sozialleistungsträger die Kosten.

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Schwellenrampe Standard / Schwellenrampe hoch
1. zur Detailansicht von Hilfsmittel zur Überwindung von Höhenunterschieden / Rampe, stationär
Modell: Schwellenrampe Standard / Schwellenrampe hoch
Hersteller: ATO FORM GmbH

Schwellenrampe faltbar / lange Schwellenrampe faltbar
2. zur Detailansicht von Hilfsmittel zur Überwindung von Höhenunterschieden / Rampe, stationär
Modell: Schwellenrampe faltbar / lange Schwellenrampe faltbar
Hersteller: ATO FORM GmbH

Ausgestellte Schwellenrampe
3. zur Detailansicht von Hilfsmittel zur Überwindung von Höhenunterschieden / Rampe, stationär
Modell: Ausgestellte Schwellenrampe
Hersteller: ATO FORM GmbH

Reise Rampe KA-TravelRamp
4. zur Detailansicht von Hilfsmittel zur Überwindung von Höhenunterschieden / Rampe, tragbar
Modell: Reise Rampe KA-TravelRamp
Hersteller: ATO FORM GmbH





Auffahrrampe Schmetterling-Rampe
9. zur Detailansicht von Hilfsmittel zur Überwindung von Höhenunterschieden / Rampe, tragbar / Mobile Rampe zum Befahren von Rollstühlen
Modell: Auffahrrampe Schmetterling-Rampe
Hersteller: Rometsch GmbH
Fach-Großhandel für medizinische Produkte






















Türschwellenrampe zweiteilig, Aufkantung oben/unten
31. zur Detailansicht von Hilfsmittel zur Überwindung von Höhenunterschieden / Rampe, tragbar / Mobile Rampe zum Befahren von Rollstühlen
Modell: Türschwellenrampe zweiteilig, Aufkantung oben/unten
Hersteller: Lehmann Hebelifte

Türschwellenrampe dreiteilig, Aufkantung unten, dTSR-Au
32. zur Detailansicht von Hilfsmittel zur Überwindung von Höhenunterschieden / Rampe, tragbar / Mobile Rampe zum Befahren von Rollstühlen
Modell: Türschwellenrampe dreiteilig, Aufkantung unten, dTSR-Au
Hersteller: Lehmann Hebelifte


















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